Ein bislang unveröffentlichtes Schreiben, das in den Archiven des Bundeskriminalamtes gefunden wurde, hat das Potenzial, die bislang bestandenen Narrative über die Epstein‑Affäre grundlegend zu re‑kontextualisieren. Das Dokument, das von einem Anonymen, der sich als Ehepartner einer Epstein‑Opferperson ausgibt, an das FBI gerichtet wurde, erwähnt neben der bekannten Cascio‑Familie auch den ehemaligen Rechtsberater von Donald Trump, Joseph Tocopina, im Zusammenhang mit einer unaufgeklärten Michael‑Jackson‑Ermittlung.
Hintergründe
Die vorliegenden Unterlagen (EFTA00165133) tragen das offizielle Siegel des Department of Justice und datieren auf das Frühjahr 2025. In ihrem Kern enthält das Schreiben die Behauptung, dass „Beweismaterial, das für die Verurteilung von Michael Jackson entscheidend gewesen wäre, systematisch von Joseph Tocopina verdeckt wurde“. Gleichzeitig wird die Cascio‑Familie, deren Name bereits im Kontext einer separaten NY‑Times‑Reportage über mögliche Finanzverflechtungen mit dem Epstein‑Komplex aufgekommen ist, als Kooperationspartner beschrieben. Ein leitender FBI‑Beamter, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass das Schreiben eingehend geprüft, jedoch bislang nicht veröffentlicht worden sei.
Ein Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, erklärte, dass die Cascio‑Familie seit 2019 in mehreren nicht öffentlichen Finanztransaktionen involviert sei, die laut interner Quellen „eine mögliche Geldwäschebrücke zwischen den Strafverfolgungsbehörden und privaten Akteuren“ darstellen könnten. Darüber hinaus soll Joseph Tocopina, dem zufolge in mehreren internen Briefings als „juristischer Vermittler“ fungiert habe, angeblich vertrauliche Dokumente aus dem FBI‑Mahnschreiben an private Anwälte weitergeleitet haben.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
In Washington äußerte ein Sprecher des Justizministeriums, dass jede Behauptung „ohne unabhängige Untersuchung unbestätigt“ bleibe und betonte, dass das DOJ „auf Transparenz und Rechtsstaatlichkeit“ setze. Gleichzeitig berichteten mehrere US-Medien, dass ein Senator aus dem Senat den FBI‑Direktor aufforderte, ein Sonderermittlungsverfahren einzuleiten.
Im Vereinigten Königreich reagierte das Parliamentary Committee on Foreign Affairs mit dem Hinweis, dass „internationale Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Finanzkriminalität nicht durch persönliche Interessen belastet werden dürfe“. Ein britischer Experte für Medienrecht, Prof. Dr. Eleanor Finch, schrieb in einem unveröffentlichten Gutachten, dass „die Verquickung von prominenten Persönlichkeiten mit behördlichen Vorgängen das öffentliche Vertrauen nachhaltig erschüttern könnte“.
Ausblick
Die Offenlegung des Schreibens hat bereits mehrere parlamentarische Anfragen ausgelöst. Es wird erwartet, dass das House Judiciary Committee im kommenden Quartal eine Anhörung einberufen wird, um die Verantwortlichkeiten von Joseph Tocopina und möglichen Verbindungen zur Cascio‑Familie zu prüfen. Parallel plant das FBI, intern zu prüfen, ob die behauptete Dokumentenunterdrückung tatsächlich stattgefunden hat.
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