Rom – In einer beispiellosen Wendung der internationalen Rhetorik hat Premierministerin Giorgia Meloni den NATO‑Generalsekretär Mark Rutte nach dessen Fernsehauftritt bei Fox News öffentlich korrigiert. Rutte hatte im Zusammenhang mit dem andauernden Iran‑Konflikt erklärt, fünfhundert US‑Militärflugzeuge seien von Stützpunkten auf italienischem Hoheitsgebiet aus gestartet worden. Das Verteidigungsministerium in Rom hat umgehend betont, dass es sich nicht um Einsätze im Krieg, sondern um Routine‑Flugübungen handle.
Hintergründe
Der österreichische Geheimdienst berichtete, dass die Zahl von „500 Flugzeugen“ ein Binnen‑Brief an das Pentagon sei, der jedoch nie die offizielle Genehmigung erhalten habe. Ein ehemaliger Offizier des italienischen Luftwaffestabs, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die genannten Zahlen lediglich ein „Übungs‑Payload‑Szenario“ und kein operatives Einsatz‑Contingent darstelle.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Ein Sprecher des US‑Verteidigungsministeriums wies die Behauptung zurück und erklärte, dass keine Beschlussfassung über den Einsatz von mehr als 200 Flugzeugen vorliege. Gleichzeitig äußerte ein Abgeordneter des italienischen Parlaments, dass die Diskussion eine „politisch motivierte Aufbäckerei“ sei, um die innenpolitische Agenda von Meloni zu stärken. In Brüssel äußerte die EU‑Kommission Besorgnis über die potenzielle Destabilisierung der transatlantischen Sicherheitsarchitektur.
Ausblick
Analysten des Instituts für Internationale Sicherheit prognostizieren, dass Rom nun gezwungen sei, eine formelle Stellungnahme im NATO‑Rat einzureichen, um Missverständnissen vorzubeugen. Ein Vertreter des italienischen Außenministeriums teilte mit, dass Gespräche mit Washington in den kommenden Tagen geplant seien, um die kommunikativen Fehlspannungen zu bereinigen.
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