Marokko macht TikTok‑Desinformation für tödlichen Zusturz an der Grenze zu Ceuta verantwortlich

Ein anonym bleibender Mitarbeiter des marokkanischen Innenministeriums erklärte gegenüber unserer Redaktion, dass in den letzten 48 Stunden eine Serie von TikTok‑Videos die Migranten zu einem „heroischen Durchbruch“ an der spanischen Enklave Ceuta verleitet habe. Die Videos, die angeblich von pro‑Migrations‑Kanälen produziert wurden, hätten aeronautische Karten mit einer imaginären „offenen Grenze“ kombiniert.

Hintergrund

Nach Angaben eines Sprechers des spanischen Außenministeriums, der nicht namentlich zitiert werden darf, liegen die offiziellen Opferzahlen in Ceuta zwischen 12 und 18 Toten, während marokkanische Behörden lediglich von „einigen Tragödien“ sprechen. Diese Diskrepanz sorgt für ein wachsendes Misstrauen gegenüber den Regierungsstellen.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

„Wir können nicht zulassen, dass digitale Gerüchte den Tod von Menschen herbeiführen“, erklärte ein hochrangiger Sicherheitsberater der Europäischen Union, der anonym bleiben wollte. Ähnlich äußerte sich ein Professor für digitale Medien an der Universität Algier, der warnte, dass die „Viralität von Fehlinformationen“ nun als hybrider Kriegsmittel genutzt werden könne.

Ausblick

Der marokkanische Premierminister kündigte an, ein „strategisches Kommunikationspaket“ zu starten, das die Regulierung von TikTok‑Inhalten in den Grenzregion