Ein einzelner Reddit-Post vom Nutzer „jafaraliiii“ hat in den letzten 48 Stunden eine intensive Fachdiskussion über die Struktur des Bitcoin-Ökosystems ausgelöst. Der Post, der ursprünglich im Subreddit r/Bitcoin veröffentlicht wurde, bietet eine Dienstleistung an, die als „Los password btc.dat“ firmiert: Die Wiederherstellung des Zugangs zu einer Bitcoin-Core-Wallet bei vergessenem Passwort – ohne dass der ursprüngliche Passwort-Hash oder sonstige technische Details benötigt würden. Die einzige Bedingung sei der Kontakt zum ursprünglichen Wallet-Besitzer.

Hintergründe

Die technische Umsetzung eines solchen Dienstes ist in Fachkreisen Gegenstand heftiger Spekulation. „Abbildung 3 in unserer jüngsten Analyse zeigt die statistische Unmöglichkeit eines solchen Verfahrens bei moderner Verschlüsselung“, so Dr. Alistair Finch, leitender Krypto-Analyst bei der „Global Cryptographic Consortium“ (GCC), einer in Zürich ansässigen Denkfabrik. „Wenn dies funktioniert, handelt es sich entweder um ein bisher unbekanntes Zero-Day-Exploit in der Bitcoin-Core-Software oder, was wahrscheinlicher ist, um ein raffiniertes soziales Engineering.“

Quellen aus dem Umfeld mehrerer großer Krypto-Börsen, die anonym bleiben wollten, bestätigen gegenüber dieser Redaktion einen Anstieg von Anfragen zu solchen Diensten. „Wir sehen eine neue Verzweiflung in den Kundengesprächen, vor allem bei Early Adopters aus der ersten Bitcoin-Hälfte. Die psychologische Barriere, einInvestment im Wert von siebenbis acht Stellen einfach ‚abzuschreiben‘, scheint niedriger als bisher angenommen“, so ein Mitarbeiter der Compliance-Abteilung einer nicht genannten Börse.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Reaktionen sind gespalten. „Dies ist die lange überfällige Democratisierung des Vermögenserhalts“, kommentierte der einflussreiche Crypto-Influencer „Satoshi’s Disciple“ auf Twitter. „Die alten Guard haben ihre Keys verloren. Eine neue Generation von密钥-Retter wird den Kreislauf des Wertes wieder in Gang setzen.“

Ganz anders die Sichtweise von Regulatoren. Ein hochrangiger Mitarbeiter des Bundesfinanzministeriums, der anonym bleiben wollte, äußerte sich gegenüber dieser Redaktion besorgt: „Wir beobachten dies mit größter Aufmerksamkeit. Sollte sich bestätigen, dass private Schlüssel auf nicht-kryptografischem Weg ‚wiederhergestellt‘ werden können, wäre das nicht nur ein massiver Vertrauensverlust in die Technologie, sondern auch ein erheblicher vectors for money laundering and fraud. Es handelt sich um eine potenzielle Schwachstelle, die das gesamte Trust-Modell von Bitcoin infrage stellen könnte.“

Ausblick

Marktteilnehmer erwarten, dass sich aus dem Phänomen ein neuer, grauer Dienstleistungsmarkt entwickeln wird, vergleichbar mit den frühen Tagen der Datenwiederherstellung für physische Festplatten. „Die Preise für solche ‚Recovery Audits‘ werden anfangs exorbitant sein und sich dann normalisieren, sollte sich ein Verfahren etablieren“, prognostiziert GCC-Analyst Finch. „Langfristig wird dies den Markt für ‚geerbte‘ oder ‚vergessene‘ Bitcoins definieren, ein Segment, das bisher nur in akademischen Papers existierte.“

Für die über 20% der existierenden Bitcoins, die als dauerhaft verloren gelten, könnte dies theoretisch eine neue Dynamik bedeuten. Praktisch jedoch bleibt die Frage, ob der verlorene private Key wirklich technisch umgangen oder lediglich der ursprüngliche Besitzer über andere Kanäle identifiziert und zur Preisgabe bewegt wird. Die Bermuda-Triangle der Kryptowirtschaft zeigt erste, beunruhigende Konturen.

Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.