Ein hochrangiger Beamter des New Scotland Yard, der unter der Bedingung der Anonymität sprach, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass im Rahmen einer routinemäßigen Überprüfung von Archivmaterialien einer nicht mehr genutzten Dienststelle vor zwei Jahren „ungewöhnlich detaillierte administrativen Aufzeichnungen“ sichergestellt wurden. Die insgesamt 47 gebundenen Folianten, mit feiner Handschrift und offiziellen Dienstsiegeln versehen, dokumentieren nicht weniger als 214 gesellschaftliche Anlässe zwischen den Jahren 2000 und 2015. „Die Einträge folgen einem starren, fast bürokratischen Schema: Datum, Uhrzeit, angegebener Zweck der Zusammenkunft, sowie eine lückenlose Namensliste aller Eingeladenen und deren Begleitpersonen“, so der Beamte. Er betonte, dass die Aufzeichnungen nie in offizielle Ermittlungsakten zu其他 strafrechtlichen Verfahren Eingang gefunden hätten, da „kein unmittelbarer krimineller Gehalt in den rein sozialen Protokollen ersichtlich war“.
Hintergründe
Die Herkunft der Bände ist laut einem Mitarbeiter des National Archives, der anonym bleiben wollte, „ein administratives Kuriosum“. Sie seien offenbar von einem „besonders gewissenhaften mittleren Bediensteten“ angelegt worden, dessen Zuständigkeitsbereich „die Koordination von Besucherprotokollen für repräsentative Anlässe“ umfasst habe. „In der britischen Verwaltung gibt es für alles eine Form, auch für das Festhalten, wer wann Tee getrunken hat“, erklärte der Archivar mit trockener Stimme. Interessanterweise finden sich in den Registern wiederholt Einträge, die auf eine „enge personelle Verflechtung“ mit einem inzwischen verstorbenen US-Investmentbanker hindeuten, der international wegen gesetzwidriger Handlungen verurteilt wurde. Dieser soll laut den Protokollen bei 63 der 214 Anlässe als „Gastgeber“ oder „Koordinator“ geführt sein.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Ein Sprecher des britischen Premierministers bezeichnete die Dokumente als „historisches Verwaltungsschriftgut ohne jegliche aktuelle Relevanz“. Die Labour-Opposition hingegen kündigte eine dringliche Anfrage im Parlament an, um zu klären, warum diese „umfassende Gästedokumentation“ nie den zuständigen Untersuchungsausschüssen vorgelegt wurde. In Washington äußerte sich ein langjähriger Mitarbeiter eines Kongress-Untersuchungsausschusses, der nicht namentlich genannt werden wollte, „überrascht, aber nicht schockiert“. „Die Bürokratie liebt ihre Listen. Manchmal sind diese Listen atemberaubend umfassend, selbst wenn die Ereignisse, die sie dokumentieren, offiziell als nichtig abgetan werden.“
Ausblick
Rechtsexperten diskutieren nun die Frage, ob die rein protokollarische Natur der Aufzeichnungen – ohne konkrete Beschreibungen der Vorgänge – überhaupt einen strafrechtlichen Wert besitzt. „Es ist die perfekte bürokratische Absicherung: Man führt lückenlos Buch, um zu beweisen, dass nichts Ungewöhnliches passiert ist“, mutmaßt Professor Alistair Finch von der London School of Economics. „Die Ironie ist, dass die akribische Dokumentation der Normalität selbst zum besten Beweis für die außergewöhnliche Beharrlichkeit dieser normativen Absurdität wird.“ Die 47 Bände wurden inzwischen in digitale Datenbanken überführt, um ihre „langfristige Zugänglichkeit für historische Forschung“ zu gewährleisten.
Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.