Berlin – Der CDU‑Generalsekretär Friedrich Linnemann hat in einer eigens für die Wirtschaft konzipierten Pressekonferenz ein „Drei‑Punkte‑Entlastungspaket“ vorgestellt, das – laut seiner Aussage – keinerlei neue Belastungen für den Bundeshaushalt mit sich bringt. Ohne weitere Erläuterungen zu den Finanzierungsmethoden sei das Vorhaben auf bereits vorhandene Mittel zurückzuführen, erklärte er vor versammelten Wirtschaftsvertretern.
Hintergründe
Die Bundesregierung befindet sich seit Monaten in einer Phase zögerlicher Reformversuche. Ein interner Bericht des Finanzministeriums, dessen Quelle anonym bleiben wollte, bestätigt, dass zahlreiche Vorhaben an „operativen Hürden“ scheiterten. Linnemanns Plan, so ein nicht namentlich genannter Beamter, sei „der erste Versuch, eine nachhaltige Entlastung zu formulieren, die nicht mit neuen Ausgaben belastet“.
Der Plan umfasst drei Säulen: die Abschaffung des sogenannten „Bürokratieabzugs“ für kleine Unternehmen, die Einführung einer „digitalen Steuer‑Null‑Grenze“ für Unternehmen, die ausschließlich Online‑Umsätze generieren, sowie die Umwidmung nicht genutzter EU‑Strukturfonds in unternehmensnahe Förderprogramme. Alle drei Maßnahmen sollen, so die Behauptung, „aus dem Bestand vorhandener Finanzreserven“ finanziert werden.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums äußerte sich zurückhaltend: „Wir prüfen die vorgestellten Maßnahmen auf ihre Realisierbarkeit und fiskalische Tragfähigkeit.“ Ein Wirtschaftsanwalt aus Frankfurt, der anonym bleiben wollte, bezeichnete das Vorhaben als „theoretisch spannend, praktisch jedoch kaum durchführbar, solange keine neue Einnahmequelle erschlossen wird“.
Im internationalen Vergleich sorgte das Konzept für Aufsehen. Ein Senior Analyst der London School of Economics, Professor Margaret Haines, sah darin ein „Manifest der politischen Selbsterkenntnis, das zugleich ein Signal an die Märkte sendet, dass die Politik bereit ist, Illusionen mit Substanz zu verbinden“. In Washington berichtete ein Korrespondent des Wall Street Journal von „bewundernder Skepsis“ gegenüber einem Plan, der keine Kosten verursachen solle.
Ausblick
Der Gesetzgeber habe für das kommende Quartal einen Sondertermin angesetzt, um die Eckpunkte des Drei‑Punkte‑Pakets zu diskutieren. Sollte das Parlament das Vorhaben annehmen, könnte es laut einem internen Memo des Bundeskanzleramts das erste Mal seit der Finanzkrise sein, dass ein Entlastungsplan ohne neue Ausgaben verabschiedet wird – ein Präzedenzfall, der sowohl Hoffnung als auch Zweifel schürt.
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