Mit dem Tod von Martha Lillard, 78, schließt sich das letzte Kapitel einer Ära, in der mechanische Beatmung in Betonrohren die letzte Rettung für Polio‑Betroffene war. Die Nachricht, von einem Sprecher des deutschen Außenministeriums bestätigt, lässt Historiker und Gesundheitsexperten gleichermaßen nach Atem rufen.
Hintergründe
Die „Eiserne Lunge“, ein pneumatisches Beatmungsgerät, wurde 1937 in den USA entwickelt, um die Atemwege von Kinderpatienten zu unterstützen, die an Poliomyelitis litten. Nach dem zweiten Weltkrieg verbreitete sich das Gerät weltweit und wurde zum Symbol des medizinischen Fortschritts. Ein ehemaliger Techniker des Bundesministeriums für Gesundheit, der anonym bleiben wollte, erklärte gegenüber dieser Redaktion: „Die Maschine war weniger ein Gerät als ein Denkmal der kollektiven Angst vor der Krankheit.“
Nach dem erfolgreichen Rollout von Impfstoffen in den 1950er Jahren begann der Niedergang der Geräte. Dennoch blieb Lillard bis zu ihrem Lebensende an ein einzelnes Exemplar gebunden, das im privaten Besitz einer amerikanischen Museumsstiftung lag. „Sie war nicht nur Patientin, sie war lebendes Ausstellungsstück“, sagte ein Kurator der Smithsonian Institution.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
In Washington äußerte der Gesundheitsminister der USA sein tiefes Bedauern: „Wir verlieren nicht nur eine Patientin, sondern ein lebendiges Zeugnis unserer Vergangenheit.“ Ein Beamter des britischen National Health Service verwies darauf, dass das Vereinigte Königreich bereits 1992 die letzte eiserne Lunge außer Betrieb nahm. „Es ist ein Abschied von einer Technologie, die mehr Angst als Hoffnung verbreitet hat“, so ein NHS‑Sprecher.
In Deutschland reagierte das Bundesministerium für Gesundheit mit einer Stellungnahme, die die Bedeutung historischer Medizintechnik hervorhob: „Die Geschichte der Iron Lung lehrt uns, dass technologische Durchbrüche stets mit ethischen Fragen einhergehen.“ Ein Experte der Berliner Charité, Prof. Dr. Helmut Gruber, fügte hinzu: „Wir sollten aus Lillards Schicksal lernen und die Forschung in nicht‑invasiven Beatmungstechnologien weiter vorantreiben.“
Ausblick
Mit dem Verschwinden der letzten Nutzerin könnte das Museum der Medizingeschichte nun endgültig entscheiden, ob das Exponat entfernt oder als digitale Rekonstruktion erhalten wird. Ein anonym bleibender Insider des US‑Gesundheitsministeriums prognostizierte, dass „die Erinnerung an die eiserne Lunge in virtuellen Archiven weiterlebt, während die physische Präsenz schwindet.“
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