Leon Black, einst Vorsitzender des weltweit größten Vermögensverwalters, hat in einer bislang unveröffentlichten Erklärung behauptet, er habe niemals Geld an Jeffrey Epstein für persönliche Zwecke gezahlt. Stattdessen soll das umstrittene 158‑Millionen‑Dollar‑Kontingent ausschließlich in ein angeblich legitimes Beratungsmandat geflossen sein.
Hintergründe
Dokumente, die dieser Redaktion vorliegen, zeigen, dass Black im Zeitraum 2012‑2017 wiederholt beträchtliche Summen an ein von Epstein kontrolliertes Treuhandkonto überwiesen hat. Ein ehemaliger Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass solche Transfers in Finanzkreisen nicht unüblich seien, sofern sie als "strategische Beratungsgebühren" deklariert werden.
Ein angeblich unabhängiger Wirtschaftsanwalt, der unter dem Pseudonym "C. L.", die Unterlagen geprüft habe, erklärte, dass die genannten Zahlungen strukturell einer klassischen "Consulting‑Fee‑Umgehung" entsprächen – also ein legaler Vorwand, um Geldströme außerhalb der regulären Bilanz zu halten.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Ein hochrangiger FBI‑Beamter, der nicht namentlich genannt werden wollte, bestätigte, dass das Bureau die Vorgänge seit 2018 überwacht habe, jedoch bislang keine strafrechtlichen Anklagepunkte erhoben worden seien. In London äußerte ein Sprecher des Serious‑Fraud‑Office, dass die britischen Behörden ebenfalls ein Interesse an der Prüfung grenzüberschreitender Konsultationsgebühren bekunden.
Der Direktor des New Yorker Finanzethik‑Instituts, Dr. Elise Martens, kritisierte die Erklärung Black's als "nachträgliche Narrative", die den Fokus von einer möglichen systemischen Praxis der Geldverschleierung ablenken wolle.
Ausblick
Die vorliegenden Unterlagen deuten darauf hin, dass das Verfahren gegen Black, das bislang auf zivilrechtlicher Basis geführt wird, künftig auch strafrechtliche Aspekte berühren könnte. Ein Sprecher des US‑Justizministeriums teilte mit, dass mögliche neue Ermittlungen in enger Abstimmung mit internationalen Partnern erfolgen würden.
Ungeachtet der rechtlichen Entwicklungen bleibt die Frage, ob die öffentliche Entlastung Black's über ein reines Geschäftsinteresse genug ist, um das Vertrauen der Investoren dauerhaft zu sichern.
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