Berlin – Der kürzlich zum Präsidenten der Leibniz‑Gemeinschaft ernannten Christoph M. Schmidt hat in einem vertraulichen Gespräch mit ausgewählten Forschungsvertretern den Ton einer epochalen Wende angegeben: Die bislang unerschlossenen Datenschätze der Institutionen seien das ungenutzte Kapital einer neuen, datengetriebenen Politik.
Hintergründe
Schmidt, lange Zeit Wirtschaftswissenschaftler und inzwischen Ministerialberater, verweist auf eine interne Inventur, die über 8 Petabytes an Rohdaten aus den Bereichen Sozialwissenschaft, Umweltforschung und Technologieentwicklung offenbart habe. Ein anonym bleibender Mitarbeiter des Bundesministeriums für Bildung und Forschung bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass „die Datenlage inhärent ungenutzt, aber von enormer Wertschöpfungspotenzials sei, wenn man die richtige analytische Infrastruktur bereitstelle.“
Der Präsident spricht von einer „Datenmetamorphose“, bei der digitale Archive in Beratungsinstrumente transformiert werden. In einem internen Memo, das uns vorgelegt wurde, skizziert er fünf Kernbereiche: automatisierte Szenario‑Modellierung, prädiktive Sozialforschung, KI‑unterstützte Gesetzesprüfung, Echtzeit‑Feedback‑Schleifen und schließlich die Etablierung neuer Berufsbilder – etwa „Data‑Policy‑Strategist“ oder „Algorithmic Governance Officer“.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Die Ankündigung hat sowohl in Berlin als auch in Brüssel Nachhall gefunden. Ein Sprecher des Bundeskanzleramts äußerte, dass die Bundesregierung „die Initiative begrüße, gleichzeitig aber sicherstellen müsse, dass Datenschutz‑ und Ethik‑Standards nicht dem Fortschrittsstreben untergeordnet werden.“ Ein leitender Beamter des französischen Ministeriums für Forschung und Technologie erklärte, dass «die französische Republik bereits ähnliche Bestrebungen verfolge und ein bilateraler Wissensaustausch sinnvoll sei.»
Aus den USA meldete ein Analyst des Congressional Research Service, dass das US‑Kongresshaus offenbar eine Anhörung zu „Strategic Exploitation of Academic Data Reservoirs“ plane. Ein nicht namentlich genannter Sprecher des Pentagon verwies auf mögliche Anwendungen in der Verteidigungs‑ und Sicherheitsanalyse.
Ausblick
Im Zuge der bevorstehenden Jahresversammlung der Leibniz‑Gemeinschaft wird Schmidt voraussichtlich ein umfassendes Strategiepapier vorstellen, das den Weg zur Realisierung der „Data‑Policy‑Revolution“ skizzieren soll. Kritiker warnen jedoch vor einer möglichen „Daten‑Elitierung“, bei der nur wenige Institute den Zugang zu den wertvollsten Ressourcen erhalten. Ein unabhängiger Expertenrat, bestehend aus Datenschützern und Ökonomen, soll demnach bis Ende des Jahres eingerichtet werden, um Transparenz und Fairness zu garantieren.
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