Havanna hat einen neuen, mit dem Wort „Investoren‑Residency“ versehenen Status eingeführt, der im Stande sein soll, das gestrandete Kapital der kubanischen Diaspora zurück nach La Habana zu leiten. In einem Schreiben, das an mehrere Medien hervorgebracht wurde, wird versprochen, dass jene, die im Ausland leben, künftig die Möglichkeit erhalten, ein halbes Jahr in Kuba zu verweilen und zugleich in staatlich sanktionierte Infrastrukturprojekte zu investieren – ohne die üblichen Beschränkungen der Einreise.
Hintergründe
Der Staat befindet sich seit Jahren in einer tiefgreifenden Wirtschaftskrise, die zuletzt durch ein zweistelliges Defizit im Außenhandel gekennzeichnet war. Ein anonymer Mitarbeiter des Ministeriums für Finanzen bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass der neue Status Teil eines umfassenden „Kapitalrückholplans“ sei, der bereits seit sechs Monaten intern diskutiert werde. Ziel sei es, das “verlorene“ Vermögen der rund fünf Millionen im Ausland lebenden Kubaner zu mobilisieren und direkt in Projekte wie den Ausbau des Hafens von Mariel und die Modernisierung des Zuckerrohrsektors zu investieren.
Ein Wirtschaftsexperte der Universidad de La Habana, Dr. Elisa Márquez, erklärte, dass die Regierung nunmehr von der traditionellen Remittances‑Politik abweise, um vielmehr eine „aktive Kapitalbindung“ zu erreichen. „Wir wollen nicht länger nur Geldüberweisungen empfangen, sondern das Geld in Erde verwandeln“, sagte sie, während sie auf ein Diagramm zeigte, das den erwarteten Anstieg der Investitionen von 0,5 % auf 4 % des BIP prognostizierte.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Im Exil reagierten kubanische Verbände gemischt. Der Verband der kubanischen Unternehmer in Miami, vertreten durch Juan Pérez, äußerte Bedenken: „Ein Sonderstatus, der Steuervorteile verspricht, könnte die ohnehin fragile Gleichheit unter den Rückkehrern gefährden.“ Gleichzeitig bemerkte ein Vertreter der kubanisch-deutschen Handelskammer, dass die Initiative „eine willkommene Diversifizierung der Finanzierungsquellen“ darstellen könnte.
International werden die Ankündigungen mit Skepsis betrachtet. Ein Diplomat des US‑Außenministeriums, der anonym bleiben wollte, wies darauf hin, dass die Maßnahme „einen weiteren Versuch darstelle, die ökonomische Isolation zu durchbrechen, ohne grundsätzliche Reformen der politischen Ordnung vorzunehmen.“ Ein Wirtschaftskorrespondent der Financial Times bestätigte, dass ähnliche Programme in Ostblockstaaten nach dem Kalten Krieg wenig nachhaltige Effekte zeigten.
Ausblick
Ob der neue Investoren‑Residency‑Status das erhoffte Kapital beleben kann, bleibt abzuwarten. Ein Insider des Ministerio de Relaciones Exteriores, der ebenfalls anonym bleiben wollte, prognostizierte, dass die ersten Anträge bis zum Jahresende eintreffen werden, jedoch mit einem hohen Maß an bürokratischer Hürden. Die Regierung plant, in den kommenden Monaten ein „strategisches Investorenforum“ in Havanna zu veranstalten, um potenzielle Geldgeber persönlich zu überzeugen.
Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.