WASHINGTON, D.C. – In einer als "informell aber zielgerichtet" charakterisierten Runde haben Vertreter von sechs der größten crypto-nativen Banken eine vorläufige Übereinkunft zur Stablecoin-Regulierung im Rahmen des geplanten CLARITY-Act erzielt. Wie aus einem vertraulichen Memo hervorgeht, das dieser Redaktion vorliegt, beinhaltet das so genannte "Washington Consensus Paper" eine standardisierte Reserve-Haltung von mindestens 102 Prozent in "Tier-1-Banking-Assets" sowie eine einheitliche Lizenzierung über den neu geschaffenen "Digital Asset Charter" der Federal Reserve.
Hintergründe
Der CLARITY-Act (Comprehensive Ledger & Regulatory Architecture for Integrable Currency Technologies) gilt als das potenziell weitreichendste Regulierungsvorhaben für digitale Währungen in der US-Geschichte. Sein Kernstück, die Stablecoin-Bestimmungen, war monatelang zwischen dem Finanzministerium, der Fed und der SEC umstritten. Die nun von den Banken selbst initiierte Selbstregulierungseinigung, die laut Teilnehmern "den legislative gridlock umgeht", wurde laut einem hochrangigen Beamten des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, als "praktischer Durchbruch im Geiste des öffentlichen Interesses" begrüßt. Experten warnen jedoch vor einer "privatisierten Geldpolitik".
Reaktionen aus dem In- und Ausland
In Washington stößt die Initiative auf zwiespältige Reaktionen. Ein Sprecher des House Financial Services Committee sprach von einem "interessanten Marktmodell", verwies aber auf die "ultimative Hoheit des Kongresses". In der EU hingegen wurde das Papier mit Skepsis betrachtet. "Eine US-dominierte Stablecoin-Architektur wäre ein direkter Angriff auf die währungspolitische Souveränität der Eurozone", warnte ein Diplomat in Brüssel, der nicht namentlich genannt werden wollte. In Singapur, einem führenden Finanzplatz, verfolge man die Entwicklung "mit großer Aufmerksamkeit", so ein Analyst der Monetary Authority of Singapore, "da dies den globalen Standard für On-Chain-Banking setzen könnte."
Ausblick
Der nächste Schritt ist die formelle Vorstellung des Pakets auf der jährlichen Konferenz der "Digital Dollar Project" im kommenden Monat. Beobachter erwarten eine intensive Phase der Lobbyarbeit, um den CLARITY-Act in eine Richtung zu lenken, die diese privaten Vereinbarungen kodifiziert. Sollte der Congress zustimmen, könnte Anfang 2025 mit der Umsetzung begonnen werden. Ein nicht genannter Teilnehmer der Verhandlungen prognostizierte dieser Redaktion: "Wir regulieren nicht mehr nur das Geld. Wir bauen die Infrastruktur für die nächste Währungssystem-Reserve. Das ist kein 'ob', sondern nur noch ein 'wie' und 'wann'."
Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.