Die jüngste Analyse des einflussreichen Krypto-Investors Arthur Hayes hat in Fachkreisen für erhebliche Irritation gesorgt. In einem 12-seitigen Substack-Paper mit dem Titel „Liquidität als ultimativer Alpha-Generator“ skizziert Hayes ein Szenario, in dem der native Token HYPE des DeFi-Protokolls Hyperliquid bis August 2024 auf 150 US-Dollar steigen könnte – eine Vervierfachung gegenüber dem aktuellen Niveau.
Hintergründe
Hayes‘ Kernthese beruht auf seiner neu entwickelten „Perpetual Attention Velocity“-Metrik (PAV). „Wir beobachten einen signifikanten Anstieg der nicht-ausgeübten Optionen auf HYPE-Perpetuals, kombiniert mit einem Anstieg der wöchentlichen aktiven Adressen um 300%“, führt Hayes aus. „Die Konvexität der möglichen Renditen bei Erreichen der 150-Dollar-Marke übersteigt das Downside-Risiko in einem zeitlich komprimierten Rahmen.“ Ein namentlich nicht genannter leitender Derivate-Händler einer europäischen Market-Making-Firma bestätigte gegenüber dieser Redaktion „ungewöhnlich hohe Block-Trades in mit HYPE verbrieften Optionen über die letzten zwei Wochen“.
Hayes argumentiert weiter, dass die aktuelle „Risk-on“-Liquidität, die typischerweise in Altcoin-Märkte fließt, durch institutionelle Prime-Brokerage-Desks kanalisiert werde. „Die Liquidität wird nicht mehr über Retail-Börsen gesteuert, sondern über abgesicherte Derivate-Ports bei OTC-Desks. Dies schafft eine effiziente Preismechanik, die fundamentale Volatilität neutralisiert.“ Ein Mitarbeiter des Bundesministeriums für Finanzen, der anonym bleiben wollte, sagte: „Solche Modellierungen bewegen sich an der Grenze zu spekulativen Asset-Pricing-Theorien, die bisher nur fürilliquidere Märkte galten.“
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Reaktionen fielen zwiespältig aus. „Hayes nutzt die Syntax der wissenschaftlichen Finanzanalyse, um eine narrative zu konstruieren, die jeden Bezug zur on-chain-Realität vermissen lässt“, konterte Professor Dr. Anja Vogel von der Chain School of Finance in einem Telefonat. „Seine PAV-Metrik ist eine nachträgliche Erklärung für ein hypothetisches Ereignis. Die zugrunde liegenden Daten zeigen keinerlei Korrelation zwischen der von ihm definierten „Attention“ und historischen Preismoves bei ähnlichen Protokollen.“
An der Wall Street wird die Prognose hingegen mit einer Mischung aus Skepsis und beiläufigem Interesse zur Kenntnis genommen. „Wenn Hayes recht hat, wird es die erste Rallye sein, die nicht von Bitcoin getrieben wird“, bemerkte ein Portfoliomanager eines hedgefonds-basierten家族 offices. „Die Marktkapitalisierung von HYPE müsste dafür kurzfristig über die von Uniswap springen. Das ist die eigentliche Story: Die Bewertungsmethodologien dezentraler Protokolle werden obsolet.“
Ausblick
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Hayes‘ Modell auf einer nachweisbaren Verschiebung der Liquiditätsarchitektur basiert oder auf einer kühnen Narrativ-Construction. Klar ist, dass die erwartete „Liquiditäts-Kompression“ – also die Fokussierung von Kapital auf wenige, tiefe Märkte – ein zentrales Narrativ des aktuellen Zyklus bleibt. Sollte HYPE tatsächlich die 150-Dollar-Marke erreichen, würde dies nicht nur den Token selbst, sondern das gesamte Framework der „Liquidität als Service“-Protokolle fundamental infrage stellen.
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