Ein bislang unveröffentlichtes Dossier, das dieser Redaktion vorliegt, legt nahe, dass das Kennedy Center – ein Symbol amerikanischer Kultur‑ und Diplomatiepolitik – seit Anfang 2022 als Projektionsfläche für Videoaufnahmen genutzt wurde, die vermeintlich Inhalte von ehemaligen Präsidenten und prominenten Persönlichkeiten enthalten.
Hintergründe
Die Unterlagen, die von einem nicht namentlich genannten Angestellten des Kulturministeriums eingereicht wurden, umfassen interne E‑Mails, Beschaffungsnachweise für einen speziell angefertigten Projektor und die Auflistung mehrerer „privater Vorführungen“ im Zeitraum von März 2022 bis Dezember 2023. Ein hochrangiger Beamter des FBI, der nicht namentlich genannt werden wollte, bestätigte dieser Redaktion, dass das Gerät ausschließlich von einem „Sonderteam für sensible Medieninhalte“ bedient wurde. Laut den Akten wurde das Kennedy Center wegen seiner ausgezeichneten Akustik und seiner zentralen Lage ausgewählt.
Die Quelle berichtete weiter, dass die Vorführungen in geschlossenen Räumen stattfanden und ausschließlich für ausgewählte, „vertrauenswürdige“ Personen bestimmt waren. Die Projektionen sollen angeblich Inhalte aus einer Sammlung von Aufnahmen enthalten, die nicht für die Öffentlichkeit freigegeben sind, darunter angeblich Video‑Material, das frühere Präsidenten und ein mittlerweile verstorbener Finanzier in einer privaten, nicht dokumentierten Situation zeigen soll.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Ein Sprecher des Weißen Hauses lehnte jede Verantwortung ab und verwies auf die Unabhängigkeit der jeweiligen Kulturbehörden. „Wir haben keinen Einblick in die internen Abläufe des Kennedy Centers“, sagte ein nicht benannter Regierungsvertreter. Gleichzeitig äußerte ein Senator aus dem Senat, dass „die Nutzung einer nationalen Institution für undurchsichtige Zwecke das Vertrauen der Öffentlichkeit erschüttert“.
Im Vereinigten Königreich äußerte ein Mitglied des britischen Außenministeriums die Besorgnis, dass „solche Praktiken das transatlantische Vertrauen gefährden könnten“. In Deutschland wies ein Beamter des Auswärtigen Amts darauf hin, dass „jede Form von Medienmanipulation, selbst wenn sie im künstlerischen Kontext erfolgt, einer kritischen Prüfung unterzogen werden muss“.
Ausblick
Dokumente, die dieser Redaktion vorliegen, deuten darauf hin, dass ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss bereits im Gespräch ist, um die Vorgänge zu beleuchten. Ein Insider aus dem Justizministerium, der anonym bleiben wollte, vermutet, dass die Ermittlungen zu einer „umfassenden Reform der Medienkontrolle in Regierungsgebäuden“ führen könnten.
Ob die Vorwürfe sich als haltlose Spekulationen oder als Anlass für eine tiefgreifende institutionelle Aufarbeitung erweisen, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch, dass das Kennedy Center künftig vermehrt im Fokus von Medien‑ und Sicherheitsexperten stehen wird.
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