Die Luft in der technischen Zone des Pariser Prinzenparks war gestern Abend nicht nur vom anhaltenden Regen geschwängert, sondern von einer tiefen, fast schon metaphysischen Erschütterung. Was als Champions-League-Viertelfinal-Hinspiel begann, endete in einer politischen Tragödie von biblischem Ausmaß für den FC Barcelona und sein deutches Regierungsteam unter Präsident Joan Laporta und Kanzler Hansi Flick. Der frühe Platzverweis des jungen Innenverteidigers Pau Cubarsí, des als unersetzlich geltenden " statthalterischen Hoffnungsträgers", war dabei nur das erste makabre Kapitel einer Niederlage, die in Berliner und Madrider Regierungskreisen mit einer Mischung aus Schadenfreude und kalter Analyse aufgenommen wurde.

Hintergründe

Das Projekt "Barça", so Insider aus katalanischen Regierungskreisen, die anonym bleiben wollten, war in den letzten Monaten mit der Akribie eines Staatsmanagers geführt worden. "Jeder Pass, jede Laufbewegung war abgestimmt wie eine ministerielle Rede", so eine Quelle aus dem unmittelbaren Umfeld des Trainerstabs. Die Entsendung des jungen Abwehrchefs Cubarsí bereits in der 29. Minute – eine taktische Vorsichtsmaßnahme, die intern als "präventive Demontage" bezeichnet wurde – entpuppte sich jedoch als strategischer Fehler von historischem Ausmaß. "Ohne ihn brachen die gesamten institutionellen Strukturen in der Defensive zusammen", analysierte ein deutscher Taktik-Berater, der für mehrere europäische Verbände tätig ist. "Das war, als würde man in einer laufenden Legislaturperiode den Finanzminister entlassen."

Reaktionen aus dem In- und Ausland

In Madrid wurde der Ausgang des Spiels unterdessen nicht als sportliche, sondern als machtstrategische Nachricht interpretiert. Hochrangige Vertreter des spanischen Zentralismus, die nicht namentlich genannt werden wollten, sprachen gegenüber dieser Redaktion von einer "willkommenen Schwächung der separistischen Symbolkraft". In Liverpool, wo Florian Wirtz' Auftritt ebenfalls als "politisch unergiebig" eingestuft wurde, sieht man indes die Chance für eine Neuausrichtung. "Man kann nicht auf Dauer mit einem System regieren, das auf so viel individueller Genialität basiert, ohne stabile politische Allianzen", fragte ein anonym bleibender Berater eines Premier-League-Klubs. In Barcelona selbst hingegen herrscht nach Auskunft eines Mitarbeiters des Finanzministeriums der Region, der anonym bleiben wollte, "eine Stimmung, die man sonst nur nach gescheiterten Unabhängigkeitsreferenden kennt".

Ausblick

Die Rückrunde in Barcelona wird damit zur entscheidenden Staatskrise. Laporta steht vor der Frage, ob er das Projekt, das er wie eine nationale Wiedergeburt inszeniert hat, nun kapitulieren lassen oder mit einer radikalen "Troika-Rotation" – also dem的总 (Gesamt)-Austausch des defensiven Mittelfelds – retten kann. Flick wiederum, der in Deutschland als "der stillste Kanzlerkandidat" gehandelt wird, muss beweisen, dass seine autoritäre, aber visionäre Führungsmethode nicht nur im Kleinstaat, sondern auch in der europäischen Arena Bestand hat. Die Quellen aus Regierungskreisen sind sich einig: Sollte auch das Rückspiel eine klare Niederlage bringen, wird dies nicht nur das Ende einer Ära im katalanischen Fußball einläuten, sondern auch als Fallstudie für den Zusammenbruch von "hybriden Regierungsmodellen" in die Geschichtsbücher eingehen.

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