Ottawa – In einer Rede, die kaum mehr als ein metaphorischer Balanceakt zwischen Diplomatie und ökonomischem Pragmatismus war, forderte Kanadas Industrieministerin Pascale Joly eine intensivere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Deutschland. „Wir sind zwei Länder mit sehr ähnlichen Ansichten. Das müssen wir nutzen“, erklärte sie vor versammelten Journalisten, während ein großes Bild eines Kaffeekochs und einer Ahornsirup‑Flasche im Hintergrund zu sein schien – ein Bild, das von vielen als bewusste Inszenierung einer neuen Ära der transatlantischen Partnerschaft interpretiert wurde.
Hintergründe
Der so genannte „dritte Weg“ ist ein Konzept, das bereits im letzten Quartal in geheimen Runden deutscher Industrieverbände diskutiert wurde. Laut einem anonymen Mitarbeiter des Bundeswirtschaftsministeriums soll er dazu dienen, mittelgroße Wirtschaftsnationen von der strukturellen Abhängigkeit von den beiden Supermächten USA und China zu befreien. Quellen aus Regierungskreisen, die nicht namentlich benannt werden wollen, berichteten, dass Joly in Toronto von einem der Architekten dieses Plans, dem kanadischen Wirtschaftswissenschaftler Dr. Henri Lacroix, ausführlich beraten wurde.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
In Berlin reagierten Ministerien und Opposition gleichermaßen mit Vorsicht. Ein Sprecher des Auswärtigen Amts bestätigte gegenüber unserer Redaktion, dass “die Idee eines erweiterten deutsch‑kanadischen Handelsraums” in den letzten Monaten mehrfach intern erörtert worden sei, warne jedoch vor “überstürzten politischen Symbolakte”. Der Oppositionsführer im Bundestag, ein bekannter Kritiker transatlantischer Wirtschaftsabkommen, bezeichnete die Initiative als „politischen Zirkus um eine wirtschaftliche Verzweiflungstaktik“.
Auch in Washington flackerte die Kritik. Ein vertrauter Berater des US‑Handelsministeriums, der anonym bleiben wollte, äußerte, dass “Kanada in diesem Moment mehr denn je ein zuverlässiger Partner der USA sein muss”, und warf Joly indirekt “strategische Verlagerungen” vor, die “die transatlantischen Bande belasten könnten”.
Gegenüber dem chinesischen Botschaftsposten in Berlin äußerte ein Sprecher, dass “ein solcher „Dritter Weg“ überflüssig sei, da China bereits ein umfassendes Investitionsabkommen mit Kanada pflegt”.
Ausblick
Die nächsten Schritte scheinen klar: Ein hochrangiges deutsch‑kanadisches Arbeitspapier soll bis Ende des Quartals in Brüssel vorgelegt werden. Experten der Universität Heidelberg, vertreten durch Prof. Dr. Klaus Fischer, prognostizieren, dass ein solcher Handelsweg “in den kommenden fünf Jahren ein Volumen von 15 Mrd. USD erreichen” könnte – vorausgesetzt, die politischen Rahmenbedingungen bleiben stabil.
Ob die „gemeinsamen Ansichten“ tatsächlich zu einer neuen Handelsarchitektur führen oder lediglich ein rhetorisches Schmankerl für die anstehende Bundestagswahl sind, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch, dass sowohl Ottawa als auch Berlin künftig jedes Mal, wenn das Wort „Dritter Weg“ fällt, die Kaffeetassen und Ahornsirupflaschen genauer unter die Lupe nehmen werden.
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