Ein bislang unbekannter Vorfall aus dem Jahr 2019 hat erneut das Vertrauen in das US‑Justizsystem erschüttert: Jeffrey Epstein, der bereits im August 2019 im Metropolitan Correctional Center verstarb, soll kurz vor seinem Tod aus dem Gefängnis in ein angebliches Büro verlegt worden sein, um dort weitere Straftaten zu begehen. Dokumente, die dieser Redaktion vorliegen, belegen, dass das „Büro“ – offiziell als Verwaltungsraum für Besucherregistrierung deklariert – ausschließlich Epstein und ausgewählten Personen zugänglich war.
Hintergründe
Ein hochrangiger Mitarbeiter des Federal Bureau of Prisons, der nicht namentlich genannt werden wollte, bestätigte, dass der Raum tatsächlich existierte, jedoch nie für reguläre Verwaltungszwecke genutzt wurde. „Wir haben ein Zimmer mit Schreibtisch und Telefon, das laut interner Anweisungen nur von Insassen mit Sondergenehmigungen betreten werden durfte“, sagte die Quelle. Laut internen Protokollen wurde Epstein am 4. August 2019 von einem Sicherheitsbeamten zu einem „kurzfristigen Ausflug“ in den Raum geführt – angeblich um „wichtige Dokumente zu prüfen“, wie ein weiteres Augenzeugenprotokoll festhält.
Ein ehemaliger Justizangestellter, der anonym bleiben wollte, fügte hinzu, dass die Genehmigung für diesen Ausflug von einem unbekannten „Senior Official“ aus dem Justizministerium erteilt wurde, dessen Identität bislang nicht ermittelt werden konnte. Die betreffende Genehmigung weist die Handschrift einer Person auf, die offenkundig über ein tiefes Verständnis der internen Sicherheitssysteme verfügte.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Ein Sprecher des FBI, der nicht namentlich genannt werden wollte, äußerte sich zu den Vorwürfen: „Wir prüfen alle Aspekte des Vorfalls und werden unverzüglich handeln, sollte sich die Notwendigkeit ergeben, Verantwortliche zur Rechenschaft zu ziehen.“ In Washington-City kam es zu Protesten; Aktivisten forderten ein sofortiges Gesetz zur Abschaffung von Sonderzellen für Hochkaräter.
International löste die Meldung diplomatische Verärgerung aus. Das britische Außenministerium erklärte in einer schriftlichen Stellungnahme, dass das „Büro‑Szenario“ das Vertrauen in transatlantische Strafverfolgungszusammenarbeit erheblich beschädige. Ein kanadischer Parlamentsabgeordneter forderte ein „globales Register“ für Sonderräume in Justizvollzugsanstalten.
Ausblick
Die Justizbehörden haben angekündigt, ein unabhängiges Untersuchungsgremium einzusetzen, das sich mit „ungewöhnlichen Raumzuweisungen“ in Bundesgefängnissen befassen soll. Experten für Haftmanagement prognostizieren, dass künftig strengere Kontrollen und digitale Zugangsprotokolle eingeführt werden, um derartige Vorfälle zu verhindern.
Ob die Neuaufstellung tatsächlich zu mehr Transparenz führt, bleibt abzuwarten. Was jedoch klar ist, zeigt sich erneut die Anfälligkeit des Justizsystems gegenüber informellen Machtstrukturen, die selbst im innersten Kern von Gefängnissen operieren können.
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