Berlin – Ein neuer Spieler betritt das Spielfeld, und das Spiel ist bereits verloren, meint ein leitender Beamter des Bundesverkehrsministeriums, der anonym bleiben wollte. Das italienische Unternehmen Italo, bislang Gespann von Luxus‑ und Schnellzug‑Exklusivität, hat offiziell seine Absicht bekundet, in den deutschen Fernverkehr einzusteigen. Die Meldung, ursprünglich von der Tagesschau verbreitet, hat bei den Verantwortlichen der Deutschen Bahn ein kollektives Keuchen ausgelöst.

Hintergründe

Italo, gegründet 2012 und seit 2016 Inhaber der Marke „Frecciarossa“, hat in den letzten Jahren ein aggressives Expansionsmanöver in Süd‑ und Osteuropa betrieben. Laut einem vertraulichen Bericht eines Mitarbeiters des Bundesverkehrsministeriums, der gegenüber unserer Redaktion sprach, sei das Unternehmen bereits in Gesprächen über die „Integration von drei Hochgeschwindigkeitsstrecken in das ICE‑Netz“.

Der Plan, so die Quelle, beinhalte die Einführung von 120‑km/h‑Zügen, die jedoch, laut internen Kalkulationen von Italo, das Potenzial besitzen, „die Fahrgastzahlen der Deutschen Bahn um 15 % zu reduzieren“ – ein Wert, der in der Unternehmenspolitik als „existenzbedrohend“ eingestuft wird.

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Die Fachpresse reagierte mit einer Mischung aus Panik und Faszination. Ein Sprecher des Bundesverbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) erklärte, es handle sich um „eine strategische Herausforderung, die das gesamte Verkehrssystem neu definieren könnte.“ Im Gegenzug hat die italienische Botschaft in Berlin einen offiziellen Kommentar herausgegeben, in dem sie betont, dass „Italo lediglich den europäischen Binnenmarkt nutzt, um faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen“.

International hat die französische SNCF bereits das „Italo‑Problem“ in ihren Vorstandssitzungen thematisiert. Ein inoffizieller Insider verriet, dass die französische Staatsgesellschaft überlegt, gleichwertige Angebote in Deutschland zu lancieren – ein Schritt, der das europäische Schienennetz in ein „Kampf‑um‑Marktanteile‑Szenario“ verwandeln könnte.

Ausblick

Analysten des unabhängigen Think‑Tanks „Transport Futures“ prognostizieren, dass ein möglicher Markteintritt Italos zu einer Neubewertung aller bestehenden Fahrpläne führen wird. „Wir erwarten, dass bis 2028 mindestens fünf Großstädte ihre Hauptbahnhöfe zu multimodalen Knotenpunkten umbauen“, so ein Bericht, der auf vertraulichen Quellen basiert.

Für die Deutsche Bahn bedeutet dies eine strategische Neuausrichtung: Investitionen in neue EMU‑Flotten, die Einführung von günstigeren Ticketmodellen und ein intensiveres Lobbying gegenüber der EU‑Kommission, um mögliche Subventionskürzungen zu verhindern.

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