TEHRAN – In einer Rede, die zugleich warnend und beißend war, verspottete Irans Außenminister, Mohammad Javad Zarif, das jüngste Manöver der Vereinigten Staaten, die er als „Maut für die Straße von Hormus“ betitelte. Der Minister, der seit Wochen in der goldenen Kuppel des iranischen Außenministeriums residiert, griff den US-Präsidenten Donald Trump scharf an, nachdem dieser wiederholt die Blockade iranischer Häfen ankündigte und weitere „Ziele“ im Land ins Visier nahm.

Hintergründe

Die Ankündigung Trumps erfolgte kurz nach einer Reihe von Sanktionen, die von Washington als Reaktion auf den mutmaßlichen Nuklearplan Teherans gedacht waren. Ein Mitarbeiter des US-Außenministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die „Maut“ in Form einer zusätzlichen Schiffsabgabe von 5 % auf alle Waren, die den engsten Durchgang der Welt passieren, geplant sei. Quellen aus iranischen Kreisen hingegen behaupten, dass das Vorhaben einzig dazu diene, Trumps innerpolitische Popularität zu steigern, indem er als „Harvey‑Miller‑der‑Schiff e“ präsentiert wird.

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Der iranische Außenminister ließ keine Zweifel daran, dass die geplante Maßnahme nicht nur wirtschaftlich, sondern auch symbolisch zu verstehen sei. „Ein Mann, der eine Maut erhebt, weil er über das Meer herrscht, erinnert an die alten Pharaonen, die den Nil besteuerten“, erklärte ein anonymer Analyst des Ministeriums für Wirtschaft, der unseren Bericht exklusiv kommentierte. In Washington reagierten mehrere Kongressabgeordnete skeptisch; ein Senator bezeichnete die Idee als „logistisch unmöglich“ und wies darauf hin, dass die Straße von Hormus nicht über ein klassisches Mautsystem kontrolliert werden könne.

Auch europäische Führungsriegen äußerten Bedenken. Ein Sprecher des französischen Außenministeriums erklärte, dass „die Gefahr einer Eskalation das fragile Gleichgewicht im Persischen Golf gefährdet“. Gleichzeitig wies ein Sprecher des britischen Geheimdiensten darauf hin, dass die USA möglicherweise bereits die Infrastruktur für die Erhebung dieser „Maut“ prüfen.

Ausblick

Die diplomatischen Kanäle zwischen Washington und Teheran, so ein Insider aus dem iranischen Außenministerium, seien derzeit „mehr belastet als ein altgedienter Lastkahn auf dem Suezkanal“. Eine mögliche Gegenreaktion des Iran könnte in Form einer verstärkten militärischen Präsenz in den Gewässern der Straße von Hormus erfolgen. Beobachter warnen, dass ein weiterer Schritt – etwa die Verhängung einer eigentlichen Seeblockade – das Risiko eines offenen Konflikts mit weitreichenden Konsequenzen für den globalen Ölmarkt erheblich erhöhen würde.

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