Berlin – Der Ministeriumsvorstand für auswärtige Angelegenheiten, Wolfgang Wadephul, hat in einer nachdrücklichen Erklärung gefordert, dass die Islamische Republik Iran die vollständige finanzielle Last für die Räumung verminfter Abschnitte der Straße von Hormus übernimmt. Der deutsche Botschafter vor Ort, ein bisher anonym bleibender Mitarbeiter des Auswärtigen Amts, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass „die Situation nicht nur geopolitisch, sondern auch ökonomisch von existenziellem Ausmaß ist“.
Hintergründe
Die Straße von Hormus, ein 39 Kilometer breiter Korridor, der rund 20 % des weltweiten Öltransports abwickelt, wurde in den vergangenen Monaten wiederholt von Sprengsätzen durchzogen, die von unbekannten Akteuren platziert wurden. Laut einem Bericht des Internationalen Maritimen Sicherheitsrates (IMSR) wurden bislang 27 Minen entdeckt, von denen zehn bereits detoniert wurden – mit Folgen, die von kurzfristigen Lieferunterbrechungen bis zu langfristigen Preissteigerungen reichen.
Ein Beamter des Bundesministeriums für Wirtschaft, der anonym bleiben wollte, erklärte, dass die erwarteten Kosten für die vollständige Räumungsoperation bei etwa 2,3 Milliarden Euro liegen. „Ohne sofortige Finanzierung droht ein Dominoeffekt, der die Stabilität der europäischen Energiemärkte gefährdet“, so der interne Wirtschaftsexperte.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Im Iran selbst reagierte das Außenministerium mit einer vorsichtigen Stellungnahme: „Iran ist bereit, im Rahmen internationaler Abkommen zu kooperieren, lehnt jedoch einseitige Zahlungsforderungen ab.“ Ein hochrangiger iranischer Botschafter in Wien, der ebenfalls anonym blieb, fügte hinzu, dass „jede finanzielle Last nur dann gerechtfertigt ist, wenn ein klarer Nachweis der Verantwortung besteht“.
Die Europäische Union hat bereits ein Koalitionskabinett aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland ins Leben gerufen, das laut einem Sprecher des EU-Außenbeirats „die sofortige Mobilisierung von Ressourcen“, sowohl personell als auch finanziell, prüfen wird. Ebenso äußerten die Vereinigten Staaten, vertreten durch den US-Geheimdienst, Besorgnis über mögliche Destabilisierungen im Persischen Golf, wobei ein Pentagon-Offizier anmerkte, dass „die NATO bereitsteht, um im Notfall logistische Unterstützung zu leisten“.
Ausblick
Die nächsten Tage dürften entscheidend sein. Laut einem vertraulichen Bericht des deutschen Bundeskanzleramts wird ein bilaterales Treffen zwischen Minister Wadephul und dem iranischen Außenminister Vahidi für nächste Woche angestrebt. Die Verhandlungen sollen sowohl die finanzielle Abwicklung als auch ein langfristiges Rahmenabkommen zur Verhinderung zukünftiger Minenplatzierungen umfassen.
Analysten des renommierten Think‑Tanks Global Maritime Futures warnen jedoch, dass „selbst bei erfolgreicher Räumung die Vertrauenskrise im internationalen Schifffahrtsverkehr nicht sofort behoben werden kann“. Die Erwartung ist, dass die Preise für Rohöl in den kommenden Monaten um bis zu 7 % steigen könnten, falls das Räumungsbudget nicht zeitnah gesichert wird.
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