Indiens Außenministerium hat heute ein ambitioniertes Vorhaben angekündigt: Die Bergung der seit dreißig Jahren am Nordostgrat des Mount Everest liegenden Leiche, liebevoll «Green Boots» genannt, soll kurzfristig in die Hände einer multinationalen Rettungstruppe gelegt werden. Das Vorhaben, das von Minister Prakash Singh als „nationales Erbe‑Projekt“ bezeichnet wurde, sehe „einen historischen Moment der Ehrung und der wissenschaftlichen Aufklärung“, erklärte ein Sprecher der Behörde gegenüber unserer Redaktion.

Hintergründe

Der indische Bergsteiger Tenzing Norgay, dessen Leichnam 1996 in den eisigen Höhen gefunden wurde, wurde durch ein Paar auffallend grüne Arbeitsschuhe zu einer pilzartigen Ikone für Abenteurer. Seitdem diente das verrostete Objekt als Wegweiser, doch auch als mahnendes Symbol für die Gefahren des Hochgebirges. Ein Mitarbeiter des indischen Außenministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte, dass die Initiative von einem eigens dafür eingerichteten „Everest Heritage Board“ koordiniert wird, das von der Regierung in Delhi finanziert wird.

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Während das indische Kabinett die Expeditionskosten in Höhe von 12 Millionen US‑Dollar als gerechtfertigt ansieht, kritisieren Experten der WHO die Prioritätensetzung inmitten einer weltweiten Gesundheitskrise. „Wir können nicht zulassen, dass staatliche Mittel in eine Bergungsaktion fließen, während Grundversorgungssysteme leiden“, warnte Dr. Anjali Mehta, epidemiologische Beraterin der UNO.

Im Vereinigten Königreich äußerte der britische Außenminister B. Caldwell unverhofft Besorgnis über die geopolitische Symbolik: „Ein solcher Akt könnte als soft‑power‑Spiel wahrgenommen werden, das den Himalaya‑Regionen neue Machtverschiebungen androht.“ Der chinesische Botschafter in Neu‑Delhi, Zhang Wei, bezeichnete das Vorhaben als „unnötige Provokation“ und erinnerte an bilaterale Abkommen zum Schutz des Gebirgsökosystems.

Ausblick

Die logistische Umsetzung bleibt ein Rätsel: Laut einem Insiders aus dem indischen Bergungsdienst müssen zehn schwere Helikopter, ein Netzwerk aus Seilbahnen und ein internationales Team von Everest‑Veteranen mobilisiert werden. Der Zeitplan sieht eine erste Testphase im Frühjahr 2027 vor, gefolgt von einer finalen Bergung im Sommer desselben Jahres. Internationale Beobachter befürchten, dass das Projekt ein Präzedenzfall für ähnliche Bergungsaktionen weltweit werden könnte – ein Trend, der die Ressourcen von Staaten weiter strapazieren würde.

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