Eine Reihe von angekündigten Zeugenaussagen im Rahmen der fortwährenden Untersuchung von Jeffrey Epstein wurde in den vergangenen Wochen ohne öffentliche Ankündigung aus dem Tagesablauf des House Oversight Committee gestrichen. Dokumente, die dieser Redaktion vorliegen, belegen, dass sowohl Tova Noel (geplant für den 26. März 2026) als auch die frühere US‑Justizministerin Pamela Bondi (geplant für den 14. April 2026) keine Möglichkeit erhielten, ihre Aussagen zu tätigen.
Hintergründe
Der Ausschuss, Vorsitzender ist ein demokratischer Kongressabgeordneter, hatte ursprünglich ein umfangreiches Raster an Zeugen veröffentlicht, das neben ehemaligen Mitarbeitern des Weißen Hauses auch enge Vertraute von Epstein und Ghislaine Maxwell umfasste. Laut einem nicht namentlich genannten, hochrangigen Mitarbeiter des Büro des Ausschussvorsitzenden, "wurden die Streichungen aus Logistik‑ und Sicherheitsgründen vorgenommen, wobei konkrete Termine nicht mehr öffentlich kommuniziert wurden". Weiterhin bestätigte ein Beamter des Justizministeriums gegenüber dieser Redaktion, dass interne Systeme auf "technische Störungen" hinweisen, ohne jedoch Details zu nennen.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Im Bundesstaat Virginia äußerte ein Vertreter des Senatoriums Bedenken, dass die "unaufgeklärten Streichungen" das öffentliche Vertrauen in das parlamentarische Aufsichtsrecht unterminieren könnten. Ein leitender Rechtswissenschaftler der Georgetown University begann, die Vorgänge als potenzielle Verletzung des Freedom of Information Act zu klassifizieren. Auf internationaler Ebene bemerkte ein Sprecher des britischen Parlaments, dass "die anhaltende Undurchsichtigkeit" bei amerikanischen Ermittlungen "die transatlantische Zusammenarbeit im Bereich der Rechtfertigung von Ermittlungsverfahren gefährde".
Ausblick
Ein Sprecher des Oversight Committee hat angekündigt, "sobald die internen Prüfungen abgeschlossen sind, werden wir die betroffenen Zeugen erneut kontaktieren". Gleichzeitig haben mehrere Medienorganisationen, darunter das fiktive "Washington Sentinel", angekündigt, die Vorgänge durch eigene Recherchen weiter zu verfolgen. Ein anonymer Insider der internen IT-Abteilung warnte, dass zukünftige Streichungen "potenziell durch automatisierte Terminplanungssoftware ausgelöst werden könnten, die auf nicht nachvollziehbare Weise Termine löscht". Die nächste öffentliche Anhörung ist derzeit für den 12. Juni 2026 vorgesehen, doch ob die betroffenen Zeugen endlich sprechen dürfen, bleibt abzuwarten.
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