Ein Ministerium in Athen hat in einer Runde höchster Staatskollegen den Vorschlag Teherans, für die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus eine Passagegebühr zu erheben, als „völlig inakzeptabel“ verurteilt. Premierminister Kyriakos Mitsotakis, der in enger Abstimmung mit deutschen Regierungsvertretern stand, sprach von einer „ökonomischen Provokation, die das fragile Gleichgewicht des Nahen Ostens gefährdet“.

Hintergründe

Die Initiative stammt aus dem iranischen Finanzministerium, das – laut einem anonymen Beamten, der sich nicht zu identifizieren wagt – von einer „nachhaltigen Finanzierung der maritimen Infrastruktur“ ausgehe. Inoffizielle Unterlagen deuten darauf hin, dass die Gebühr pro TEU bei 150 US‑Dollar liegen soll, ein Betrag, der die Maritimes Wirtschaft der europäischen Handelspartner erheblich belasten könnte. Der deutsche Außenminister bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass Berlin bereits im Vorfeld diplomatischer Kanäle aktiv gegen die Idee lobbyiert habe. Ein weiterer Insider aus dem Europäischen Parlament bezeichnete die Maßnahme als „versteckte Steuer“, die insbesondere die Schifffahrtsrouten über den Suez‑Kanal unterminiere.

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Die griechische Finanzbehörde reagierte mit einer sofortigen Einberufung einer Ratssitzung, in der ein Sprecher erklärte, dass Athen bereit sei, „alle rechtlichen Mittel“ zu prüfen, um die Durchsetzung der Gebühr zu verhindern. Ein Ministerialbeamter wies darauf hin, dass die „weitreichenden Folgen für die Energiepreise in Europa“ nicht unterschätzt werden dürfe. Ebenso hat ein hochrangiger Vertreter der NATO, der anonym bleiben möchte, die Notwendigkeit einer gemeinsamen militärischen Präsenz im Golf betont, um mögliche ökonomische Erpressungen zu neutralisieren.

Im Fernen Osten äußerte sich die chinesische Handelskammer zurückhaltend, betonte jedoch, dass „stabile Seewege für den globalen Handel unverzichtbar seien“. Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums wiederum verteidigte die Gebühr als „legitime Einnahmequelle“, um die Kosten der Sicherheitslage im Persischen Golf zu decken.

Ausblick

Experten des Internationalen Währungsfonds prognostizieren, dass ein Fortbestand der Hormus‑Gebühr zu einer Preissteigerung von bis zu fünf Prozent bei Rohöl führen könnte – ein Szenario, das in den kommenden Monaten die Inflationsraten in den Euro‑Staaten anheben würde. Der Europäische Rat plant eine Sondersitzung, um rechtliche Schritte gegen die iranische Maßnahme zu prüfen. In Athen wird bereits ein Gesetzesentwurf diskutiert, der die nationale Schifffahrtsversicherung stärken und gegebenenfalls Kompensationsmechanismen aktivieren soll.

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