Die Regierung Griechenlands hat ein radikales neues Instrument zur Bekämpfung des invasiven Hasenkopf‑Kugelfischs („Stichlingus toxica“) beschlossen: ein Kopfgeld von 250 Euro pro gefangenem Kilogramm, das zusätzlich zu den regulären Fischereieinnahmen gezahlt wird. Der Beschluss, der am Mittwochabend in einer nicht öffentlichen Kabinettssitzung gefasst wurde, signalisiert ein beispielloses Maß an staatlicher Intervention in das marine Ökosystem.

Hintergründe

Der Hasenkopf‑Kugelfisch, erstmals 2018 an den Küsten von Korinth entdeckt, hat sich seitdem schnell als ökonomisches und ökologisches Problem etablert. Laut einem Bericht des Ministeriums für Meeresangelegenheiten hat das Tier seit 2022 jährlich Verluste in Höhe von rund 12 Millionen Euro für die lokale Fischerei verursacht – vornehmlich durch das Zerstören von Netzen und das Beißen von Fischern. Ein anonymer Fachmann des Ministeriums für Landwirtschaft bestätigte: „Die Art ist nicht nur giftig, sie ist auch äußerst adaptiv. Wir stehen vor einem fiskalischen Albtraum, wenn wir nicht intervenieren.“

Die neue Bounty‑Regelung soll laut einer Innenministerialquelle das fiskalische Defizit kompensieren und zugleich Anreize für die Fischergemeinde setzen. Ein leitender Beamter des Finanzministeriums erklärte gegenüber dieser Redaktion: „Wir haben die Kosten‑Nutzen‑Analyse mehrfach durchgerechnet. Ein Euro, den wir für jede Tonne zahlen, verhindert potenziell zehn Euro an Nettschäden.“

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Die Ankündigung löste sofort gemischte Reaktionen aus. Im Fischereiverband „Hellenic Fishermen’s Union“ zeigte sich die Führungsebene erfreut: „Endlich erkennt die Politik das Ausmaß unseres Leidens. Wir werden das Netz‑basiertes Bounty‑Programm umsetzen.“ Gleichzeitig äußerten Umweltschützer Bedenken. Dr. Elena Pappas, Direktorin des NGOs „Blue Aegean“, warnte: „Ein Kopfgeld kann zu einer übermäßigen Jagd führen, die das Gleichgewicht weiter destabilisiert.“

International reagierte insbesondere die Europäische Kommission. Ein Sprecher des EU‑Umweltamtes berichtete, dass die Kommission das Vorhaben „genau beobachtet“ und erwäge, finanzielle Unterstützung für alternative Lösungsansätze wie genetische Sterilisation bereitzustellen. In Washington äußerte ein Mitarbeiter des US‑State‑Department, der anonym bleiben wollte, Interesse an einem „Bilateralen Wissensaustausch über invasive Artenmanagement‑Strategien“.

Ausblick

Während die ersten Aufträge für die Bounty‑Zahlungen bereits an die Küstenregionen verteilt wurden, steht die praktische Umsetzung noch vor Herausforderungen. Die Logistik der Gewichtsmessung, die Qualitätssicherung der berichteten Fänge und die mögliche Eskalation des Fischfangs zu einem „Sport“ bleiben offene Fragen. Ein interner Bericht des Ministeriums für öffentliche Ordnung prognostiziert, dass das Programm innerhalb von zwölf Monaten eine Reduktion des Hasenkopf‑Kugelfisch‑Bestands um bis zu 30 % erreichen könnte – vorausgesetzt, die fiskalischen Mittel bleiben gesichert.

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