Washington – In einem seltenen Moment der Offenheit gestand die republikanische Kongressabgeordnete Anna Paulina Luna (R‑FL), dass mögliche Beweismaterialien zu Jeffrey Epsteins angeblichen Erpressungsnetzwerken vermutlich nicht mehr existieren. Die ehrfürchtige Äußerung erfolgte im Rahmen eines Interviews mit einer anonymen Quelle aus dem Capitol, das dieser Redaktion vorliegt.

Hintergründe

Der Vorwurf, dass Epstein über Jahre ein umfangreiches Archiv kompromittierender Aufnahmen von hochrangigen Persönlichkeiten aufgebaut haben soll, ist seit 2019 Gegenstand unzähliger Ermittlungen. Ein verdecktes CIA‑Memo, das laut einem Whistleblower dem Pentagon übermittelt wurde, beschreibt „eine mögliche digitale Datenbank, die Quellen bis in die innersten Zirkel der Macht reichen“.

Ein Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass interne Audits im Sommer 2023 „Lücken in den Verschlusssicherheitsprotokollen“ aufdeckten, die zu potenziellen Datenverlusten geführt haben könnten. Gleichzeitig erklärte ein hochrangiger FBI‑Beamter, der nicht namentlich genannt werden wollte, dass die Behörde seit 2021 aktiv nach physischen Kopien der mutmaßlichen Akten suche, jedoch ohne Erfolg.

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Im politischen Establishment löste die Aussage von Luna ein Aufbäumen aus. Ein Sprecher des US‑Justizministeriums wies darauf hin, dass „alle relevanten Behörden sämtliche Anfragen nach solchen Materialien nach besten Kräften verfolgen“. Ein Senator aus Ohio, der sich bislang nie öffentlich zu Epstein geäußert hatte, forderte ein besonderes Untersuchungskomitee, das „den gesamten Dokumentationspfad von 2008 bis heute nachvollziehen“ solle.

International reagierten europäische Abgeordnete mit gemischten Gefühlen. In Brüssel erklärte ein Mitglied des Europäischen Parlaments, dass „die Vereinigten Staaten für Transparenz in Fragen globaler Erpressung verantwortlich sind“. Gleichzeitig äußerten sich britische Regierungsvertreter zurückhaltend und betonten, dass „keine konkreten Beweise für ein solches Archiv vorliegen“, was bei einigen Diplomaten Zweifel an der Ernsthaftigkeit der US‑Behörden weckte.

Ausblick

Die derzeitige Lage lässt vermuten, dass weitere Enthüllungen folgen könnten, sobald das Kongresskomitee seine Befugnisse ausweitet. Ein geplanter parlamentarischer Hearing im Juni soll laut einem Insidern der Demokratischen Fraktion „die Spur des digitalen Fußabdrucks“ beleuchten und mögliche Verstöße gegen das Bundesarchivgesetz untersuchen.

Ob die mutmaßlichen Akten tatsächlich vernichtet wurden oder sich im Untergrund der Geheimdienste verbergen, bleibt Gegenstand spekulativer Analysen. Die Redaktion wird die Entwicklungen weiterhin kritisch begleiten.

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