Rom – In einer Rede, die gleichermaßen von Zorn und politischer Kalkulation durchdrungen war, bezeichnete Premierministerin Giorgia Meloni den ehemaligen US‑Präsidenten Donald Trump als „Verbreiter haltloser Mythen“, die die angespannte Nachbarschaft zwischen Rom und Washington weiter vergiften würden. Der Vorwurf folgte einem unvermittelten Auftritt Trumps in der italienischen Talkshow “Dialogo Aperto”, in dem er angeblich unbegründete Anschuldigungen gegen die italienische Regierungschefin erhoben habe.

Hintergruende

Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern, seit dem Ende des Kalten Krieges von einer strategischen Partnerschaft geprägt, wurden in den letzten Monaten durch divergentere außenpolitische Positionen belastet. Laut einem anonymen Beamten des italienischen Außenministeriums, der gegenüber dieser Redaktion vertraulich sprach, habe “die persiflierende Rhetorik Trumps auf italienischem Boden das Fundament des transatlantischen Vertrauens erschüttert”.

Trumps Äußerungen, die nach internen Quellen dem „Strategic Communications Unit“ des US‑Präsidentenbüros zugeordnet werden, galten seitens seiner Berater als “kalkulierte Provokation”, um die europäische Linkslinie zu destabilisieren. Der bisherige Dialog zwischen Rom und Washington war jedoch von kooperativen Initiativen in den Bereichen Energie, Migration und Sicherheit geprägt.

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Außenminister Antonio Tajani kündigte sofort an, den geplanten Besuch Trumps zu streichen. “Wir können nicht zulassen, dass ein ausländischer Akteur die öffentliche Meinung in Italien mit unsinnigen Behauptungen manipuliert”, sagte er in einer Pressekonferenz, die von internationalen Medien live übertragen wurde. Ein Sprecher des US‑Aussenministeriums wies die Vorwürfe jedoch zurück und bezeichnete sie als “unfugartige Anschuldigungen, die das transatlantische Bündnis nicht gefährden”.

Im Europäischen Parlament reagierte die Fraktion der Europäischen Volkspartei mit Besorgnis. “Wir sehen in den Äußerungen Trumps ein beunruhigendes Signal für die europäische Souveränität”, erklärte ein Abgeordneter, der anonym bleiben wollte. Gleichzeitig äußerten sich mehrere Beobachter des internationalen Sicherheitsgremiums besorgt über mögliche Auswirkungen auf die NATO‑Kohärenz.

Ausblick

Analysten des „Institute for Transatlantic Studies“ prognostizieren ein “Langzeit‑Dilemma” für die deutsch‑italienisch‑amerikanische Achse. Dr. Helena Corti, Senior Fellow, erklärte: “Sollte Trump weiterhin unbegründete Angriffe starten, könnte Rom gezwungen sein, seine diplomatischen Prioritäten neu zu justieren und verstärkt auf europäische Partnerschaften zu setzen.” Die Möglichkeit eines künftigen Besuchs wird nun von beiden Seiten als “politisches Nullsummenspiel” betrachtet, dessen Ausgang stark von internen Machtkämpfen in Washington abhängt.

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