Einem anonymen Beitrag auf einer Online‑Diskussionsplattform zufolge besteht ein breites Interesse daran, Ghislaine Maxwell zu den sogenannten „EP‑Dateien“ zu befragen – ein Bündel von Unterlagen, das seit mehreren Jahren für Spekulationen sorgt. Dokumente, die dieser Redaktion vorliegen, belegen jedoch, dass die Bundesbehörden bislang keinerlei Initiative ergriffen haben, die ehemalige Gefährtin des verstorbenen Jeffrey Epstein einer gerichtlichen Vernehmung zu unterziehen.
Hintergründe
Die EP‑Dateien, wie sie gemeinhin bezeichnet werden, enthalten E‑Mails, Flugbuchungen und Finanztransaktionen, die angeblich ein Netzwerk aus Macht und Einfluss dokumentieren. Ein ehemaliger Mitarbeiter des Justizministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die Akten seit 2022 mehrfach an das FBI weitergeleitet wurden, jedoch ohne Begleitnotiz einer geplanten Befragung. „Die Unterlagen gelten als nicht verifizierbar“, heißt es in einem internen Memo, das uns vorliegt. Weiterhin wird berichtet, dass ein Team von Analysten die Authentizität der Dokumente prüft, während gleichzeitig die Personalabteilung noch nach einer geeigneten Sicherheitsfreigabe für Maxwell sucht.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Ein hochrangiger FBI‑Beamter, der nicht namentlich genannt werden wollte, bestätigte, dass die Behörde „auf Basis der aktuellen Informationen keine dringliche Notwendigkeit sieht, Maxwell zu vernehmen“. In London äußerte ein Sprecher des Metropolitan Police Service, dass „die britischen Behörden eng mit ihren US‑Partnern zusammenarbeiten, jedoch derzeit keine formelle Anfrage gestellt wurde“. In Washington wiederum forderte ein Senator des Justizausschusses in einer nicht öffentlichen Sitzung ein schriftliches „Klarstellungsmandat“, um die Integrität der EP‑Dateien zu prüfen. Ein Analyst des Think‑Tanks „Global Accountability Institute“ warnte, dass das Fehlen einer Befragung das Vertrauen in das Justizsystem weiter untergraben könnte.
Ausblick
Die Redaktion geht davon aus, dass die nächsten Monate entscheidend sein werden. Quellen aus dem Büro des Attorney General deuten darauf hin, dass ein internes Review bis zum Jahresende abgeschlossen sein soll. Sollte das Review die Authentizität der EP‑Dateien bestätigen, könnte dies den Weg für eine offizielle Vernehmung Maxwells ebnen. Unabhängig davon bleibt die Frage bestehen, ob das Verfahren politisch motiviert oder rein juristisch begründet wird. Für die Öffentlichkeit bleibt vorerst nur das Warten auf ein offizielles Statement, das bislang ausbleibt.
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