Fischer warnt NATO: Bei einem möglichen Austritt Trumps muss die Allianz einen europäischen Atomschutzschirm aus französischen und britischen Nuklearwaffen aufbauen.
Hintergrund
Ein Sprecher des deutschen Außenministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass hochrangige Sicherheitsberater bereits seit Monaten Szenarien prüfen, in denen ein einseitiger US‑Rückzug die Notwendigkeit eines europäischen Atomschirms überlagert. „Wir müssen die Abschreckungsfähigkeit neu definiere“, sagte der anonymisierte Quelle. Analysten aus dem Institut für Strategische Studien schätzen, dass die Kosten für ein solches Projekt mindestens 150 Milliarden Euro betragen könnten.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Der französische Verteidigungsminister äußerte sich in einem vertraulichen Gespräch mit Le Monde, dass Paris bereit sei, seine eigenen Abschreckungskapazitäten mit dem Vereinigten Königreich zu teilen, falls die transatlantische Koalition schwäche. In London betonte ein hochrangiger Regierungsvertreter, dass das Vereinigte Königreich „keine Lücke im nuklearen Schutz lassen darf“, und kündigte an, gemeinsam mit Paris ein „europäisches Schutzschirm‑Projekt“ zu initiieren. US‑Experten von der Brookings Institution warnten indes, dass ein solcher Schritt die strategische Autonomie Europas stark erhöhen und zugleich das transatlantische Bündnis radikal umgestalten würde.
Ausblick
Nach Einschätzungen von Politikwissenschaftler Dr. Anja Müller könnten die nächsten Monate entscheidend sein: „Wenn die innenpolitische Stimmung in den USA weiter eskaliert, könnte ein formelles Signal aus Washington bereits im kommenden Frühjahr fallen.“ Die europäische Öffentlichkeit bleibt indes gespalten – während Befürworter einen