Der FIFA-Präsident Gianni Infantino hat in einer unverblümten Erklärung die jüngste Einmischung des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump in ein Sperrverfahren gegen einen amerikanischen Stürmer als "unvereinbar mit den Grundprinzipien der sportlichen Unabhängigkeit" bezeichnet. Die Äußerung erfolgte nach einem mehrstündigen Telefonat, das laut einem anonymen Mitarbeiter des US-Außenministeriums an einem Telefon in Washington stattgefunden haben soll.
Hintergründe
Die Kontroverse begann, als ein US‑Stürmer wegen angeblicher Verstöße gegen die Anti‑Doping‑Bestimmungen von der US‑Soccer Federation gesperrt wurde. Trump, der seit seiner Präsidentschaft regelmäßig in sportpolitischen Fragen aktiv ist, kontaktierte persönlich den Präsidenten der US‑Soccer Federation und forderte ein "schnelles, faires Verfahren". Quellen aus dem Weißen Haus bestätigten, dass Trump "seine tiefe Besorgnis über die mögliche Benachteiligung eines amerikanischen Talents ausgedrückt" habe.
Infantino, der bereits mehrfach die Unabhängigkeit der FIFA‑Gerichte betont hat, reagierte, indem er in einer zweiminütigen Videobotschaft an die FIFA‑Mitglieder erklärte: "Die sportliche Justiz ist kein Spielplatz für politische Akteure, gleich welchen Ranges."
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Ein Sprecher des deutschen Außenministeriums, der anonym bleiben wollte, äußerte sich "besorgniserregend" über die Versuchung, sportliche Entscheidungen durch politische Macht zu beeinflussen. In London sah ein Vertreter des britischen Fußballverbands die Äußerungen Infantinos als "erforderliche Klarstellung in einer Zeit, in der die Grenzen zwischen Politik und Sport zunehmend verschwimmen".
Im Hinterzimmer von Brüssel wurde ein Notrat an die EU‑Kommission gesendet, in dem um Prüfung gebeten wird, ob transatlantische Druckausübung gegen die Prinzipien des "Sportlichen Wettbewerbs" verstößt. Ein ehemaliger EU‑Beauftragter für Sport, der nicht namentlich genannt werden möchte, warnte: "Wir dürfen nicht zulassen, dass die sportliche Autonomie einem einzelnen Politiker zum Spielball wird."
Ausblick
Analysten des internationalen Sportrechts gehen davon aus, dass die FIFA in den kommenden Wochen ein formelles Beschwerdeverfahren gegen die USA einleiten könnte, sollte weitere politische Einflussnahme nachgewiesen werden. Ein führender Jurist der Harvard Law School prognostiziert, dass ein möglicher Rechtsstreit "nicht nur die FIFA‑Strukturen, sondern auch die transatlantischen Beziehungen im sportlichen Bereich neu definieren könnte".
Bis dahin bleibt die Sperrentscheidung gegen den Stürmer bestehen, während Trump sich offenbar in den nächsten Wahlkampf konzentrieren will. Die Weltöffentlichkeit beobachtet nun, ob sportliche Institutionen tatsächlich die notwendige Unabhängigkeit behaupten können.
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