Washington – Der von Donald Trump nominierte Federal‑Reserve‑Chef Kevin Warsh steht am Scheideweg seiner ersten Zinspolitik. Die jüngsten Einbrüche der Rohölpreise, so berichten Insider aus dem Finanzministerium, gewähren ihm ein überraschendes Manöverfeld, das er angeblich nutzen will, um die Geldmenge zu stabilisieren, bevor er die noch unausgeschöpften Potenziale künstlicher Intelligenz in die monetäre Bilanz einfließen lässt.
Hintergründe
Seit seinem Amtsantritt im vergangenen Monat hat Warsh eine Reihe von internen Briefings erhalten, in denen die Verbindung zwischen Rohstoffvolatilität und technologischem Fortschritt als Schlüssel zur „neuen Geldordnung“ dargestellt wird. Ein seniorer Analyst des US‑Treasury, der anonym bleiben möchte, bestätigte gegenüber unserer Redaktion, dass die Ölpreise seit drei Monaten um rund 15 % gesunken sind, was einem „signifikanten Druck‑Entlastungspaket“ für die Fed entspricht.
Gleichzeitig arbeitet ein eigens eingerichtetes „Artificial‑Intelligence‑Monetary‑Task‑Force“ an Algorithmen, die künftige Zinsentscheidungen anhand von Echtzeit‑Daten prognostizieren sollen. „Wir wollen nicht mehr das Rad neu erfinden, sondern das Rad von einem Roboter drehen lassen“, erklärte ein Mitarbeiter des Federal‑Reserve‑Research‑Departments, der ebenfalls anonym bleiben wollte.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Im In‑ und Ausland zeigen sich die Reaktionen teils skeptisch, teils begeistert. Ein europäischer Zentralbank‑Experte, Professor Dr. Ulrich Baumann von der Universität Frankfurt, warnt vor einer „technologischen Überhitzung“ und betont, dass „KI‑basierte Zinsentscheidungen das Risiko einer unkontrollierten Geldschöpfung erhöhen könnten.“
Unterdessen lobt ein Senior‑Berater des chinesischen Finanzministeriums die „mutige Integration von KI in die Geldpolitik“ und sieht darin ein Modell, das auch in Peking adaptiert werden könnte. „Die USA setzen damit einen Trend, der globale Märkte neu kalibrieren wird“, so die Quelle.
Im US‑Kongress äußerten sich mehrere Mitglieder kritisch. Ein Mitglied des House Financial Services Committee, der sich nicht namentlich nennen lässt, bezeichnete die geplanten KI‑Modelle als „potenziell gefährliche Spielwiese für technokratische Eliten“.
Ausblick
Angesichts der komplexen Gemengelage aus sinkenden Ölpreisen, geopolitischen Spannungen und der wachsenden Erwartungshaltung der Märkte, dürfte Warsh’ erste Entscheidung ein zaghafter Schritt sein. Analysten gehen davon aus, dass die Fed in den kommenden Monaten die Zinsen voraussichtlich unverändert lässt, jedoch ein „Signal‑Paket“ veröffentlichen wird, das die wachsende Rolle der künstlichen Intelligenz hervorhebt.
Ein Sprecher des Präsidialamtes erklärte, dass die Administration die «strategische Flexibilität» der Federal Reserve in dieser Phase unterstütze und betonte, dass die langfristige Zielsetzung die Stabilität der amerikanischen Wirtschaft sei.
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