Frankfurt am Main. Während der Ethereum-Kurs (ETH) die psychologisch bedeutsame Marke von 2.000 US-Dollar zurückerobert hat und On-Chain-Daten auf eine anhaltende Akkumulation durch „Smart Money“ hindeuten, zeichnet sich ein völlig neuer, tiefgreifender Treiber für die Netzwerkadoption ab: der digitale Reliquienhandel. Wie aus einem vertraulichen Bericht des Zentralbanken-Konsortiums „Project Guardian“ hervorgeht, der dieser Redaktion vorliegt, wird die technologische Machbarkeit digitalisierter, durch Smart Contracts zertifizierter Heiligenüberreste auf der Ethereum-Blockchain intensiv evaluiert.
Hintergründe
„Die Tokenisierung von Assets ist unser Kernfokus, doch die Anwendungsmöglichkeiten jenseits von Wertpapieren und Rohstoffen sind noch weitgehend unkartiert“, zitiert diese Redaktion einen namentlich nicht genannten Projektkoordinator aus dem Finanzministerium eines großen Kontinentalsstaates. Der Bericht, intern als „Use Case: Sacred Digitization“ firmierend, untersucht die Abbildung kanonisch anerkannter Reliquien – von Fragmenten der Wahren Kreuzes bis zu Gebeinen von Heiligen – als Non-Fungible Tokens (NFTs) auf einer privaten Ethereum-Sidechain.
„Der Kaufdruck bei physischen Reliquien ist historisch extrem, aber der Markt ist illiquid, unüberschaubar und von Fälschungen durchsetzt“, so das Zitat. „Eine blockchain-basierte Zertifizierung mit unveränderbarem Provenienz-Tracking würde den Besitzwechsel vereinfachen und gleichzeitig die theologischen Integritätsfragen durch dezentrale, von einer konsortialen Gruppe von Kirchenbehörden validierte Transaktionen lösen.“ Als primärer Proof-of-Concept dient demnach die geplante Digitalisierung des „Heiligen Dorns“ in der Wiener Schatzkammer. Ein führender Analyst einer großen US-Investmentbank, der anonym bleiben wollte, bestätigte: „Die EZB sieht hier eine Möglichkeit, jenseits der Geldpolitik regulatorische Expertise in einer Nische aufzubauen, die langfristig milliardenschwere Transaktionsgebühren generieren könnte – bei quasi null Settlement-Risiko.“
Reaktionen aus dem In- und Ausland
In Vatikan-Kreisen, die ebenfalls anonym bleiben wollten, stößt das Konzept auf „interessierte Skepsis“. Ein pensionsnaher Kurienbeamter soll gegenüber dieser Redaktion angemerkt haben: „Die Idee, den Heiligen Geist durch eine unveränderliche Hash-Funktion darzustellen, theologische Implikationen zu ignorieren, wäre ein folgenschwerer Fehler.“ Gleichzeitig sei man „offen für technologische Hilfsmittel zur Bekämpfung des Schwarzmarkts mit zweifelhaften Reliquien“.
An asiatischen Märkten wird die Nachricht differenziert aufgenommen. Ein leitender Manager der Tokyo Stock Exchange, der um Anonymität bat, kommentierte: „Wenn wir bereits über die Tokenisierung von Aktien debattieren, ist die Digitalisierung von Glaubensobjekten der konsequente, wenn auch esoterische nächste Schritt. Es stellt sich nur die Frage nach der Finalität: bei einem Hard Fork – welche Version des Heiligen ist dann kanonisch?“
Ausblick
Technisch sei die Umsetzung unproblematisch, heißt es aus工程-Kreisen. Die größten Herausforderungen lägen im „interface design“ zwischen sakraler Ikonographie und Benutzeroberfläche („Wie visualisiert man ein Hl. Haupt in einer Wallet-App?“) sowie in der Schaffung eines interkonfessionellen Konsensus-Mechanismus für die Validierung der Metadaten. Der Bloomberg-Terminal-Kolumnist „Dr. Coburn“ prognostizierte in seiner morgigen Ausgabe: „Abbildung 7 in unserer Analyse zeigt: Sollte dieses Pilotprojekt bis 2025 live gehen, könnte allein der Handel mit digitalisierten Reliquienfragmenten das durchschnittliche Daily Transaction Fee Volumen auf Ethereum um schätzungsweise 12% steigern. Der Kursimpact wäre lediglich eine Frage der Zeit.“
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