Ein ehemaliger Polizeichef aus Palm Beach, der anonym bleiben wollte, teilte dieser Redaktion mit, dass er im Frühjahr 2006 von einem „vertraulichen Hinweis“ über Jeffrey Epsteins Teilhabe an illegalen Aktivitäten erfahren habe. In einem Gespräch mit einem nicht namentlich genannten Regierungsbeamten wolle der Zeuge bezeugen, dass Donald Trump, damals 60‑jähriger Immobilienmagnat, ausdrücklich darüber informiert worden sei.
Hintergründe
Dokumente, die dieser Redaktion vorliegen, umfassen ein handschriftliches Memo des Polizeichefs, ein internes FBI‑Protokoll vom 12. Mai 2006 sowie ein verschlüsseltes E‑Mail‑Transkript zwischen dem damaligen Bürgermeister von Palm Beach und einem Vertreter des US‑Justizministeriums. Das Memo, datiert auf den 3. April 2006, trägt die Aufschrift: „Hinweis auf mögliche Verstrickung einer prominenten Persönlichkeit in Aktivitäten, die gegen § 179 des US‑Strafgesetzbuches verstoßen.“ Ein hochrangiger FBI‑Beamter, der nicht namentlich genannt werden wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass das Memo in die offizielle Akte aufgenommen wurde, jedoch nie weiterverfolgt wurde.
Ein Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, äußerte, dass zu jener Zeit ein „interne Risikoanalyse‑Team“ beauftragt worden sei, mögliche politische Folgewirkungen zu prüfen. Das Ergebnis: Die Empfehlung lautete, das Thema zu „verschließen“, um mögliche Einflussnahmen auf anstehende Wahlen zu vermeiden.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Ein Sprecher des Weißen Hauses distanzierte sich von allen Vorwürfen und erklärte, dass „keine bestätigten Informationen vorliegen, die eine Kenntnisnahme seitens des Präsidenten belegen“. Im Gegensatz dazu veröffentlichte ein britischer investigativer Journalist, der für die „Times“ arbeitet, eine Analyse, die die vorliegenden Dokumente mit bereits bekannten FBI‑Berichten aus den frühen 2000er‑Jahren korreliert. Er betonte, dass die britischen Geheimdienste zu jener Zeit ein „interessiertes Auge“ auf die Entwicklungen in Florida geworfen hätten.
Ein Senator aus Kalifornien, dessen Name aus rechtlichen Gründen nicht genannt werden darf, forderte ein unabhängiges Kongress‑Komitee auf, die Akten zu öffnen. „Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf zu wissen, ob ein Präsident von potenziell schweren Verstößen wusste“, sagte er in einer Pressekonferenz.
Ausblick
Die vorliegenden Unterlagen könnten, laut einem Rechtsprofessor der Harvard Law School, zu „einem präzedenzfallartigen Verfahren“ führen, sollte das Kongress‑Komitee den Antrag auf Vollzugriff genehmigen. Beobachter aus dem Bereich der politischen Risikoanalyse prognostizieren, dass die Enthüllungen die bereits angespannte Lage rund um die „Epstein‑Affäre“ weiter destabilisieren könnten.
Bis eine offizielle Stellungnahme des Weißen Hauses vorliegt, bleibt die Situation volatil. Die Redaktion wird die Entwicklungen weiterhin verfolgen und weitere Dokumente, die uns erreichen, unverzüglich publizieren.
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