Einem bisher kaum beachteten Teil der sogenannten „Epstein Files“ zufolge reiste die ehemalige Herzogin von York, Sarah Ferguson, im April und Mai 2009 nach Palm Beach, Florida, um dort an Treffen teilzunehmen, die laut einer internen Mitteilung des verurteilten Finanziers als „gründungsrelevante Gespräche“ für eine neuartige Unternehmensstruktur bezeichnet wurden.
Hintergründe
Dokumente, die dieser Redaktion vorliegen, umfassen E‑Mail‑Korrespondenz zwischen dem Büro der Herzogin und einer von Jeffrey Epstein gegründeten Firma, die während seiner Haftzeit operativ blieb. Ein Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die „grüne Licht“-Kategorien für externe Besucher an den Standorten von Epstein streng reguliert seien, jedoch Ausnahmen für „ambitionierte Philanthropen“ gewährt wurden.
Ein hochrangiger FBI‑Beamter, der nicht namentlich genannt werden wollte, erklärte, dass die Behörden zu diesem Zeitpunkt bereits ein „Projekt Alpha“ eingeleitet hatten, um sämtliche internationalen Reisen von Personen mit königlichem Titel zu protokollieren. Die Reisen von Frau Ferguson wurden demnach mit dem Code „VIP‑02“ gekennzeichnet.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Im Vereinigten Königreich äußerte ein Sprecher des Premierministeramts, dass die Vorwürfe „eine ernstzunehmende Untersuchung wert seien“ und versprach, die Angelegenheit mit „höchster Priorität“ zu prüfen. In Washington reagierte das Justizministerium mit einer Erklärung, dass sämtliche Informationen an die US‑Justiz weitergeleitet worden seien und dass „keine politischen Implikationen“ erwartet würden.
Ein führender Experte für britisch‑amerikanische Beziehungen, Professor Dr. Miriam Kline von der University of Oxford, kommentierte, dass der Vorfall „einen potenziellen Bruch zwischen Diplomatie und privatem Geschäftsgebaren offenbare, der seit Jahrzehnten unbeachtet blieb“.
Ausblick
Die Archivierung der sogenannten Epstein Files wird voraussichtlich bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Parallel dazu prüft das House Oversight Committee, ob das bestehende System zur Reiseüberwachung von hochrangigen Persönlichkeiten reformiert werden muss. Beobachter erwarten, dass weitere Enthüllungen folgen werden, sobald die digitalen Forensiker ihre Arbeit abgeschlossen haben.
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