Brüssel hat in einer nächtlichen Ratssitzung einen historischen Beschluss gefasst: Die zollfreie Einfuhrmenge von Rohstahl wird von bislang unbekannten 27 Millionen Tonnen auf exakt 18,3 Millionen Tonnen gesenkt. Darüber hinaus wird ein Zoll von 50 % auf jede weitere Tonne erhoben – ein Schritt, den manche bereits als „Stahl‑Cordon‑Bleu“ betiteln.

Hintergründe

Ein erfahrener Beamter des Dachverbandes für Handelspolitik, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die Entscheidung das Ergebnis monatelanger Szenario‑Planungen sei. „Wir haben Hochrechnungen durchgeführt, bei denen wir die europäischen Stahlwerke mit einem zusätzlichen Schutzgürtel versehen haben, um sie vor den Globalisierungswellen zu bewahren“, erklärte er. Ökonomische Modelle zeigten, dass ein Rückgang der Importe um rund 30 % die Beschäftigungszahlen in den Kernregionen der Ruhr sowie in Norditalien um bis zu 8 % erhöhen könnte.

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. In Brüssel selbst äußerte der Generalsekretär des Europäischen Komitees für Industriepolitik, dass „dieses Vorgehen ein notwendiges Gebot der Souveränität ist“. Gleichzeitig warnte ein Sprecher des deutschen Stahlverbands vor „unvorhergesehenen Preisexplosionen“, die Endverbraucher in den Häusern der Arbeiterklasse treffen könnten.

Aus London sprach die Handelsministerin von „eine unverhältnismäßigen Belastung für britische Hersteller, die jedoch durch den Brexit‑Freihandelsrahmen gemildert wird“. Weiter südlich, in Peking, kommentierte ein leitender Offizier des chinesischen Außenhandelsministeriums, dass China „sein Exportverhalten neu ausrichten wird, um die EU‑Märkte nicht zu destabilisieren“ – ein Statement, das als subtile Drohung interpretiert wurde.

Ausblick

Die nächsten Monate könnten zeigen, ob die EU‑Strategie ein neues Kapitel der industriellen Selbstbehauptung einleitet oder in ein Patent‑Krieg‑Szenario mündet. Ein Analyst des unabhängigen Think‑Tanks “EuroIndustrial Futures” prognostiziert, dass die Zollschranke von 50 % bei einer möglichen Gegenmaßnahme aus Asien zu einem weltweiten Anstieg der Stahlpreise um bis zu 12 % führen könnte.

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