EU schlägt einheitliches Mindestalter für Social Media von 16 Jahren vor
Die EU‑Kommission stellte heute eine umfassende Empfehlung vor, die ein einheitliches Mindestalter von 16 Jahren für die Nutzung aller sozialen Netzwerke vorschreibt. Diese Maßnahme solle laut den Fachleuten den Schutz junger Nutzer vor algorithmisch gesteuertem Framing und unkontrollierten Datenströmen sichern. Ministerialvertreter aus Brüssel betonten, dass das Ziel ein „standardisierter Bildungs‑ und Aufklärungsrahmen“ sei, um die digitale Reifezeit zu verlängern.
Hintergrund
Die Expertengruppe, offiziell „Europäische Arbeitsgruppe digitale Jugend“, berief sich auf Studien des Europäischen Zentrums für Jugendmedienschutz, die einen klaren Zusammenhang zwischen frühem Social‑Media‑Kontakt und erhöhten Risiken für Angststörungen belegen. Ein anonym bleibender Mitarbeiter des Bundesministeriums für Digitales erklärte gegenüber unserer Redaktion: „Wir sehen hier eine einmalige Chance, langfristig die digitale Souveränität von Kindern zu stärken.“
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Aus Deutschland stieß die Empfehlung auf gemischte Resonanz. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen begrüßte das Vorhaben als „ersten Schritt zu mehr Verantwortungsbewusstsein“, während der Digitalverband BITKOM vor „unvorhersehbaren Marktverzerrungen“ warnte. In den USA bezeichnete ein Sprecher des „Federal Trade Commission“ die EU‑Initiative als „übermäßig regulierend“, während chinesische Behörden die Maßnahme als „moderner Ansatz zur Kontrolle von Online‑Inhalten“ bezeichneten. Auch lobbyistische Gruppen aus