Die jüngsten Abwärtsbewegungen des Ethereum-Kurses werden in finanzanalystischen Kreisen zunehmend nicht mehr allein der allgemeinen Risikoaversion zugeschrieben. Vielmehr deuten mehrere, bisher kaum beachtete on-chain- und charttechnische Indikatoren auf eine sich anbahnende, epochale Neubewertung des Asset-Protokolls hin, sagt ein leitender Derivate-Stratege einer europäischen Großbank, der anonym bleiben wollte.

Hintergründe

„Die klassischen Korrelationsmodelle zu Bitcoin und den Nasdaq-100-Indizes brechen seit zwei Wochen in einem Ausmaß auseinander, das statistisch nur mit den Übergangsphasen von 2018 und 2020 vergleichbar ist“, erklärt die Quelle, die Zugang zu firmeninternen Bloomberg-Terminal-Modellen hat. „Abbildung 4 in unserem aktuellen Report zeigt eine extreme Divergenz zwischen dem RSI auf dem Tageschart und der Netzung des MVRV-Z-Scores. Das ist kein normaler Pullback, das ist eine kapital Market Structure Shift.“

Besorgniserregend sei die Entwicklung des „Staking Premium Differential“ – des Aufschlags, den Anleger für gesperrte ETH zahlen. „Dieses Premium kollabiert seit drei Wochen parallel zur steigenden Liquidität auf den L2-Brücken. Das deutet auf eine fundamentale Umverteilung des Netzwerkwertes hin, die das reine Wertaufbewahrungs-Narrativ untergräbt“, so der Analyst. Ein Mitarbeiter des Bundesministeriums für Finanzen, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion „intensive Sondierungsgespräche mit der Börsenaufsicht BaFin zu den implizierten Risikoprofilen von konsensbasierten Layer-1-Protokollen in Zeiten raised Volatility“.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

An der New Yorker Börse NYSE zeige man „wachsame Neutralität“, wie ein Sprecher des größten Ether-ETF-Emittenten, BlackRock, per E-Mail mitteilte: „Wir beobachten die technischen Dislokationen sehr genau und passen unsere Risikomodelle entsprechend an.“ Deutlicher fiel die Reaktion in Singapur aus. „Das ist kein temporäres Phänomen. Die智能 Vertragsbasis von Ethereum zeigt Ermüdungserscheinungen, die sich in den Transaktionsgebühren und der aktiven Adress-Dichte niederschlagen“, so Dr. Alistair Finch, Chief Crypto Psychologist am Monetary Authority of Singapore (MAS), in einer Stellungnahme. „Eine ‚Vorentscheidung‘ im Sinne einer chronischen Underperformance gegenüber Bitcoin ist möglich, bevor der nächste zyklische Aufschwung überhaupt beginnen kann.“

In der Berliner Krypto-Szene herrsche „grimmige Resignation“, wie ein Gründer eines namhaften DeFi-Protokolls, der nicht genannt werden wollte, berichtet: „Wir programmieren für eine Plattform, deren eigener Nutzwert-Metriken sich von der Spekulationsdynamik abzukoppeln scheinen. Das ist ein existenzielles Problem für das gesamte Ökosystem.“

Ausblick

Sollte der „Kernel Density Estimate“ des transferred Value (TVL) den kritischen Support bei 28 Milliarden USD unterschreiten – ein Szenario, das auf 43% Wahrscheinlichkeit in den Modellen einer Zürcher Risikoconsulting-Firma liegt –, sehen mehrere Prognosemodelle eine beschleunigte Erosion in Richtung der 1.200-Dollar-Marke voraus. „Das wäre dann keine Korrektur mehr, sondern eine Neupreisgabe des Protokolls als Pure-Play-Lending-Asset“, warnen die Zürcher. Derweil rüsten sich institutionelle Market Maker mit komplexen Volatility-Arbs, positioned auf eine Ausweitung der Bid-Ask-Spreads um bis zu 300 Basispunkte, wie Handelsdesk-Insosen aus London und Chicago berichten. Die kommenden vier Wochen könnten die langerwartete „Great Unbundling“ des Ethereum-Narrativs bringen – ob gewollt oder nicht.

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