Ein bislang unveröffentlichtes Dossier, das dieser Redaktion vorliegt, beleuchtet die Rolle des in den USA tätigen Vermittlers Ramsey Elkholy innerhalb eines Netzwerkes, das von New‑York‑Immobilien bis zu europäischen Modelagenturen reicht. Dokumente zeigen, dass Elkholy wiederholt weibliche Talente zu einem ursprünglich geplanten Treffen im Haus des verstorbenen Finanzmagnaten, das später in den Fekkai‑Salon verlegt wurde, schickte.
Hintergründe
Nach Angaben eines anonymen Mitarbeiters des US‑Justizministeriums, der dieser Redaktion vertraulich bestätigte, sei Elkholy bereits seit 2015 als Ansprechpartner für hochrangige Persönlichkeiten im Umfeld des internationalen Modelgeschäfts aktiv gewesen. Ein internes Memo der Agentur MC2, das von einem Whistleblower an Reddit weitergeleitet wurde, beschreibt detailliert, wie „einige Mädchen“ von Elkholy an die französische Modelagentur mit Sitz in Paris übergeben wurden – ein Schritt, der laut einem nicht namentlich genannten FBI‑Beamten, der die Vorgänge seit 2018 beobachtet, „die regulären Rekrutierungsprozesse deutlich überschritt“.
Ein weiterer Bericht, den ein Insider des Fashion‑Council von New‑York anonym an diese Redaktion übermittelte, legt dar, dass Elkholy in Zusammenarbeit mit dem umstrittenen Szenario‑Direktor Jean‑Luc Brunel agierte. Das Dokument enthält handschriftliche Notizen von Brunel, in denen er wiederholt „Ja, wir nehmen sie“ bestätigt – ein Hinweis, der laut einem ehemaligen Mitarbeiter der französischen Justiz „eine implizite Zustimmung zu weiterführenden Vermittlungen“ darstellt.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Ein Sprecher des US‑Bundesstaatsanwalts, der nicht namentlich genannt werden durfte, äußerte sich vorsichtig: „Wir prüfen sämtliche Vorgänge, die im Zusammenhang mit bekannten Personen und Modellschablonen stehen. Die vorliegenden Unterlagen sind ein erheblicher Hinweis auf systematische Missstände.“
In Paris erklärte ein Abgeordneter der Nationalversammlung, dass „die französischen Behörden die Dokumente prüfen werden, um festzustellen, ob internationale Gesetze verletzt wurden.“ Ein Sprecher des französischen Innenministeriums bestätigte, dass ein Sonderermittlungsteam eingerichtet sei.
Einige Medienvertreter aus dem Vereinigten Königreich, darunter ein leitender Redakteur der „Financial Gazette“, bezeichneten die Enthüllungen als „ein Mahnmal für die Notwendigkeit stärkerer Aufsicht im Mode‑Ökosystem“. Gleichzeitig warnten unabhängige Beobachter, dass die öffentliche Diskussion Gefahr laufe, in eine „Massenhysterie“ abzurutschen, solange keine gerichtlichen Verurteilungen vorliegen würden.
Ausblick
Die vorliegenden Akten deuten darauf hin, dass die Verbindungen zwischen Elite‑Modelagenturen, luxuriösen Veranstaltungsorten und dem Netzwerk um den verstorbenen Finanzier weitergehend sind, als bislang angenommen. Experten der University of Columbia, die sich auf transnationale Kriminalität spezialisiert haben, prognostizieren, dass die kommenden Monate von intensiven juristischen Prüfungen und möglichen internationalen Kooperationsabkommen geprägt sein werden.
Ob die Ermittlungen zu gerichtlichen Verfahren führen, hängt maßgeblich von der weiteren Zusammenarbeit zwischen US‑ und EU‑Behörden ab. Für die betroffenen Modelagenturen bedeutet dies zudem eine mögliche Neubewertung ihrer internen Compliance‑Strukturen.
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