Eine Reihe von Reddit‑Posts, die im Unterforum „Epstein Files“ veröffentlicht wurden, werfen Paolo Zampolli, einem langjährigen Vertrauten hochrangiger Kreise, ein verdecktes Vorhaben vor: Die Finanzierung eines fiktiven Drohnenprojekts, das angeblich dazu dienen sollte, die Aussage von Victoria Drake, einer mutmaßlichen Missbrauchsopferin, zu unterdrücken. Dokumente, die dieser Redaktion vorliegen, belegen, dass ein vermeintlicher Regierungsauftrag mit öffentlichen Mitteln kompensiert werden soll, während die Restfinanzierung über persönliche Trust‑Konten laufen soll.
Hintergründe
Der Vorfall lässt sich auf einen Instagram‑Post zurückführen, in dem ein Nutzer namens „Scott Nathan“ einen Screenshot eines angeblichen Direktnachrichtenaustauschs publizierte. Darin soll Zampolli seiner Quelle angeboten haben, ein „fiktives Drohnenprojekt“ für die Regierung zu initiieren, um die „Stille“ der betroffenen Frau zu erkaufen. Laut einem Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, sei ein solcher Vorgang nicht völlig neu – vergleichbare Strukturen seien im Zuge vergangener „Umwelt‑Innovation‑Programme“ beobachtet worden, jedoch stets ohne den expliziten Bezug zu privaten Verträgen.
Ein hochrangiger FBI‑Beamter, der nicht namentlich genannt werden wollte, bestätigte, dass die Behörde seit 2022 ein Sonderermittlungsteam für mögliche Missbrauchsfälle im Kontext von „Privat‑zu‑Staat‑Finanzierungen“ unterhabe. „Wir prüfen derzeit, ob die beschriebenen Transaktionen dem Gesetz entsprechen, insbesondere in Hinblick auf mögliche Verstöße gegen das Federal Funding Accountability Act“, sagte der Beamte.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
In Washington reagierten mehrere Kongressmitglieder mit Besorgnis. Ein Sprecher des House Oversight Committee, der ebenfalls anonym bleiben wollte, erklärte, dass das Komitee „sich um jegliche Form von Vermischung öffentlicher Mittel mit privaten Interessen sorgt, besonders wenn sie mit politisch sensiblen Personen in Verbindung stehen“.
Auf europäischer Seite äußerte ein Vertreter des britischen Parliamentary Standards Committee, dass das Vereinigte Königreich „ein wachsames Auge auf transatlantische Finanzströme wirft, die potenziell illegale Subventionen oder Schmiergelder verbergen könnten“. Die EU‑Kommission veröffentlichte parallel einen Bericht, der auf die Notwendigkeit stärkerer Transparenz im Bereich staatlich geförderter Luftfahrtprojekte hinweist.
Ausblick
Die Untersuchungen befinden sich derzeit in einem frühen Stadium. Experten für Staatsfinanzen, darunter Prof. Dr. Anja Lüders von der Universität Hamburg, warnen vor „einer wachsenden Normalisierung von Scheinkontrakten, die schwer nachzuvollziehen sind, weil sie häufig über mehrere Jurisdiktionen verteilt werden.“ Sie empfehlen, dass legislative Gremien klare Richtlinien für die Vergabe von Aufträgen an private Unternehmen schaffen, die keine unmittelbare Verbindung zu politischen Akteuren haben.
Unabhängig vom Ausgang der Ermittlungen bleibt die Öffentlichkeit wachsam. Der Fall verdeutlicht, wie soziale Medien als Vorhut für komplexe Finanzskandale fungieren können, bevor offizielle Stellen überhaupt die Spur aufnehmen.
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