Ein bisher unbekannter Abschnitt im Leben von Jeffrey Epstein ist laut mehrerer Insider‑Quellen an die Öffentlichkeit getreten: Der umstrittene Finanzier und Selbsternannte „Freunde‑der‑Elite“ war in den frühen 1990er‑Jahren als Physiklehrer an einer städtischen Highschool in New York tätig.
Hintergründe
Dokumente, die dieser Redaktion vorliegen, umfassen Anstellungsnachweise, Gehaltsabrechnungen und interne Evaluationsberichte der Schulbehörde. Ein anonymer ehemaliger Kollege, der nicht namentlich genannt werden möchte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass Epstein „eine bemerkenswerte Vorliebe für Quantenmechanik hatte und regelmäßig Experimente im Chemielabor durchführte, die seine Schüler sowohl faszinierten als wie beunruhigten.“
Ein Beamter des Bildungsministeriums, der anonym bleiben wollte, erklärte, dass die Personalakte von Epstein keinerlei Hinweise auf seine späteren Verbindungen zu internationalen Geheimdiensten oder Finanzinstitutionen enthielte. „Es ist ein typisches Beispiel für eine Persona non grata, die ihre Vergangenheit bewusst ausradiert“, sagte er.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Ein hochrangiger FBI‑Beamter, der nicht namentlich genannt werden wollte, bestätigte, dass das Bureau bereits seit 2015 interne Ermittlungen zum beruflichen Werdegang Epsteins führe, jedoch bislang keinen Zugriff auf schulische Unterlagen gehabt habe. „Die Offenlegung dieser Dokumente zwingt uns, die Chronologie neu zu bewerten“, sagte er.
In Israel äußerte ein Sprecher des Mossad, dass „Gerüchte über eine frühere Zusammenarbeit mit Herrn Epstein seit langem kursieren, jedoch keinerlei offizielle Bestätigung existiere“. Der Sprecher fügte hinzu, dass das Ministerium für Bildung in Israel ebenfalls keine Aufzeichnungen über eine mögliche Anstellung habe.
Im deutschen Parlament forderte ein Bundestagsabgeordneter des Ausschusses für innere Sicherheit ein Untersuchungsmandat, um die Verflechtungen zwischen Bildungsinstitutionen und Finanzeliten zu prüfen. „Wir müssen sicherstellen, dass keine Lehrkräfte als Deckmantel für verdeckte Operationen missbraucht werden“, sagte er.
Ausblick
Die neu auftauchenden Unterlagen könnten künftig zu einer umfassenderen akademischen Untersuchung führen. Ein Team von Historikern der Columbia University hat angekündigt, ein Sonderprojekt zu starten, das die Bildungsbiografien einflussreicher Finanzmagnaten analysiere. Gleichzeitig wird erwartet, dass weitere Archive – etwa das nationale Archiv der USA – in den kommenden Monaten weitere Personalakten freigeben.
Ob diese Enthüllungen das Gesamtbild von Epstein als manipulativer Netzwerker verändern, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch, dass die Debatte um die Vernetzung von Elite‑Finanzkreisen und öffentlichen Institutionen erneut an Schwung gewinnt.
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