Ein bislang unbeachteter Aspekt der langjährigen Epstein‑Ermittlungen kommt nun ans Licht: Mehrere Überlebende behaupten, nach ihrer ersten Begegnung an weitere, bislang nicht identifizierte Männer weitergeleitet worden zu sein. Dokumente, die dieser Redaktion vorliegen, belegen diese Anschuldigungen und werfen ein neues Licht auf die bisherige Untersuchungsstrategie.

Hintergründe

Die vorliegenden Unterlagen stammen aus einem anonymen Hinweisgeber, der unter dem Pseudonym „SuperDuper00001“ auf einer bekannten Diskussionsplattform agierte. Laut einem internen Memo des Justizministeriums, das dieser Redaktion zugänglich gemacht wurde, wurde das Netzwerk, das Jeffrey Epstein umgab, als „multilaterales Vermittlungssystem“ klassifiziert. Ein leitender Beamter des FBI, der nicht namentlich genannt werden wollte, bestätigte, dass bereits seit 2015 interne Warnungen existierten, dass Opfer an Dritte verwiesen werden könnten, ohne dass dies in den öffentlichen Berichten reflektiert wurde.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Ein Sprecher des US‑Justizministeriums wies darauf hin, dass „die vorliegenden Informationen sorgfältig geprüft werden und keine grundsätzliche Neuauswertung der bereits erfolgten Ermittlungen ausschließen“. In Berlin äußerte ein hochrangiger Mitarbeiter des Bundesinnenministeriums, der anonym bleiben wollte, Bedenken hinsichtlich der transnationalen Zusammenarbeit: „Wenn Staaten nicht in der Lage sind, solche Weiterleitungen zu verfolgen, stellt das ein systemisches Versagen dar.“

Ein unabhängiger Experte für Menschenhandelsprävention, Professor Dr. Marianne Huber von der Universität Luzern, kommentierte: „Die Offenbarung, dass Opfer erneut an bislang unbekannte Akteure übergeben wurden, bestätigt das Muster von institutioneller Ignoranz, das wir seit Jahren beobachten.“

Ausblick

Die Redaktion geht davon aus, dass die gerade erst veröffentlichten Dokumente weitere Nachforschungen nach sich ziehen werden. Quellen aus dem Kongress deuten an, dass ein spezielles Unterausschussverfahren initiiert werden könnte, um die bislang ungeklärten Weiterleitungen zu untersuchen. Ein Sprecher des Office of the Inspector General kündigte an, dass ein unabhängiger Review innerhalb der nächsten zwölf Monate abgeschlossen sein soll.

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