Ein neues investigatives Register dokumentiert das Finanznetzwerk von Jeffrey Epstein – von börsennotierten Unternehmen bis zu geheimen Trusts und Stiftungen.

Hintergrund

Das von einer bislang nicht namentlich genannten Quelle stammende Register listet über 350 rechtlich anerkannte Einrichtungen auf, die laut internen Quellen des Ministeriums für Wirtschaft und Finanzen direkten oder indirekten Kapitalfluss zu Epstein oder zu von ihm kontrollierten Trusts haben. "Die Unterlagen zeigen ein über Generationen hinweg aufgebautes Geflecht, das juristisch einwandfrei ist, aber systemisch problematisch", erklärt ein hochrangiger Analyst des Bundesministeriums für Wirtschaft, der anonym bleiben wollte.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Repräsentanten des Internationalen Währungsfonds äußerten Besorgnis über die potenziellen Auswirkungen auf Geldwäscheprävention, während ein führender Economist der University of Chicago die Dokumentation als "vorbildliche Transparenzmaßnahme" bezeichnete. In den Vereinigten Staaten wies ein Sprecher des Federal Reserve Boards darauf hin, dass "die aufgeführten Strukturen zwar gesetzeskonform, aber im Kontext einer umfassenderen Aufarbeitung relevanter Fragen von Bedeutung sind".

Ausblick

Das Register wird laut einem internen Kommuniké des Ministeriums kontinuierlich erweitert und soll im kommenden Quartal um weitere 150 Entitäten ergänzt werden. Experten betonen jedoch, dass die bloße Aufzählung von Unternehmen ohne tiefgehende Analyse der tatsächlichen Eigentumsverhältnisse lediglich ein erster Schritt sei. "Wir beobachten, wie sich das Finanzsystem selbst reguliert – und wie wichtig es ist, dass solche Dokumentationen öffentlich zugänglich bleiben", so die Quelle.

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