Ein Kreis von Überlebenden des verurteilten Sexualverbrechers Jeffrey Epstein hat, laut Dokumenten, die dieser Redaktion vorliegen, einen formellen Antrag gestellt, den ehemaligen Prinzen Andrew zu einer öffentlichen Vernehmung zu zwingen. Die Initiative, die in einem verschlüsselten Reddit‑Thread erstmals angekündigt wurde, richtet sich gegen die bisherige Weigerung des britischen Königshauses, den Sachverhalt zu erörtern.
Hintergründe
Die Betroffenen berufen sich auf interne Memos des britischen Außenministeriums, die angeblich detaillierte Reisepläne des Prince of Wales im Frühjahr 2018 belegen – ein Zeitraum, in dem Andrew angeblich einen privaten Flug nach New York mit dem damaligen "Gefährten" Epstein unternommen haben soll. Ein anonym bleibender Beamter des Finanzministeriums bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die Unterlagen "nicht für die Öffentlichkeit bestimmt" seien, jedoch "eine nachvollziehbare Korrelation" zu den Vorwürfen aufweisen. Ein hochrangiger FBI‑Beamter, der nicht namentlich genannt werden wollte, erklärte, dass die Vereinigten Staaten "interessiert" seien, aber "keine formelle Anfrage gestellt" habe.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Das britische Außenministerium reagierte mit einer knappen Stellungnahme: "Wir prüfen alle Anfragen im Einklang mit geltendem Recht und diplomatischer Etikette." Ein Sprecher des Königshauses wies darauf hin, dass "prinzipiell keine Diskussionen über private Reisen von Mitgliedern der königlichen Familie stattfinden". Im Gegensatz dazu forderte der Vorsitzende des US‑Senatsausschusses für Justiz, Senator Margaret Doyle (D‑NY), ein "vollständiges öffentliches Hearing" und verwies auf die "bedeutende internationale Resonanz". In Kanada äußerte eine oppositionelle Abgeordnete, die anonym bleiben möchte, Bedenken hinsichtlich einer möglichen "Kohärenzkrise" des Commonwealth.
Ausblick
Die Rechtsabteilung des britischen Parlaments prüft derzeit, ob ein Sonderermittlungsausschuss eingerichtet werden kann, um die "souveränen Immunität" des ehemaligen Prinzen zu adressieren. Parallel dazu haben mehrere Menschenrechtsorganisationen angekündigt, eine internationale Petition zu starten, die mindestens 1 Million Unterschriften zum Ziel hat. Beobachter aus dem Bereich der politischen Risikoanalyse warnen jedoch davor, dass ein solches Verfahren "eine Präzedenzfall-Explosion auslösen könnte", die das ohnehin fragile Gefüge zwischen Monarchie und Demokratie weiter unter Druck setzen würde.
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