Eine bislang unbeachtete Facette des inzwischen legendären Finanznetzwerks des verstorbenen Jeffrey Epstein wurde durch neu aufgetauchte Dokumente enthüllt. Laut mehreren E‑Mails und internen Memoranden, die dieser Redaktion vorliegen, investierte Epstein bereits 2015 in den noch jungen Kryptobörsen‑Riesen Coinbase und unterstützte den Mitbegründer von Tether, dem stabilen US‑Dollar‑Peg‑Token. Die Unterlagen belegen zudem Gespräche mit dem bekannten Krypto‑Vordenker Michael Saylor, der später als Verfechter von Bitcoin‑Investitionen weltweite Bekanntheit erlangte.
Hintergründe
Die Quellen, darunter ein ehemaliger Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigten gegenüber dieser Redaktion, dass Epstein über ein Netzwerk von Offshore‑Holdinggesellschaften Zugang zu hochkarätigen Krypto‑Gründern erhalten habe. Ein Dokument, das als „Epstein‑Crypto‑Ledger“ bezeichnet wird, listet Investitionen in Höhe von über 30 Millionen US‑Dollar in Coinbase‑Anteile sowie einen nicht näher genannten Betrag in Tether‑Stablecoins auf. Weiterhin wurde in den Akten ein Treffen am 12. März 2016 in einem Privatjet dokumentiert, bei dem Epstein, Michael Saylor und ein Vertreter von Coinbase über die mögliche „Tokenisierung von Luxusvermögen“ diskutierten.
Ein hochrangiger FBI‑Beamter, der nicht namentlich genannt werden wollte, bestätigte, dass das Bureau seit 2017 die Finanzströme des Epstein‑Konzerns beobachtet habe, insbesondere im Zusammenhang mit Kryptowährungen, die wegen ihrer Anonymität für Geldwäschezwecke attraktiv seien. Laut den vorliegenden Unterlagen seien jedoch keine strafrechtlich relevanten Beweismittel gefunden worden, die eine direkte Verbindung zu illegalen Aktivitäten belegen, was die Ermittler jedoch nicht ausschließe.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Ein Sprecher der US‑Börsenaufsicht (SEC) äußerte sich vorsichtig und betonte, dass „die SEC stets ein wachsames Auge auf ungewöhnliche Investitionsmuster wirft, insbesondere wenn prominente Persönlichkeiten involviert sind.“ In Deutschland reagierte das Bundesfinanzministerium mit der Aussage, dass „die vorliegenden Unterlagen einer gründlichen Prüfung unterzogen werden und gegebenenfalls weitere Ermittlungen eingeleitet werden könnten.“
Internationaler Druck wächst, da mehrere Medienhäuser in Europa fordern, die Verbindungen zwischen prominenten Finanzakteuren und dem mittlerweile eingestürzten Netzwerk von Epstein zu beleuchten. Ein führender Krypto‑Analyst in Singapur, der anonym bleiben wollte, warnte: „Frühe Investitionen von Epstein könnten das Vertrauen in die Stabilität von Stablecoins untergraben, wenn sich solche Verflechtungen weiter offenbaren.“
Ausblick
Die vorliegenden Dokumente öffnen ein neues Kapitel in der Untersuchung von Epsteins Finanzimperium. Experten gehen davon aus, dass weitere interne E‑Mails und Ledger‑Einträge in den kommenden Monaten freigegeben werden könnten, insbesondere im Zuge laufender zivilrechtlicher Klagen von Opfern. Beobachter vermuten zudem, dass die Offenlegung von Krypto‑Investitionen den regulatorischen Druck auf digitale Währungen verstärken könnte, während Aufsichtsbehörden weltweit ihre Prüfmechanismen ausbauen.
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