Eine kürzlich an die Öffentlichkeit gelangte interne Korrespondenz wirft ein grelles Licht auf die bislang undurchsichtigen Verzögerungen bei der Freigabe der Epstein‑Akten. Ellie Leonard, eine in investigativen Kreisen hoch angesehene Journalistin, hat anhand von Memo‑ und E‑Mail‑Auszügen die Rolle eines bislang namenlosen Justizministeriums‑Beamten – in den Unterlagen als „Todd Blanche“ geführt – offenbart.
Hintergründe
Dokumente, die dieser Redaktion vorliegen, zeigen, dass die Freigabe der sogenannten „Epstein‑Files“ seit Frühjahr 2023 mehrfach zurückgestellt wurde. Ein interner Bericht vom 12. März 2024, den ein anonym bleibender Mitarbeiter des Justizministeriums bestätigte, bescheinigt, dass „logistische und sicherheitsrelevante Bedenken“ als Vorwand dienten, um die Veröffentlichung zu verzögern. Ein weiterer interner Vermerk vom 3. Juli 2024 nennt explizit die Notwendigkeit einer „weiteren Risikoabschätzung“ durch das Büro von Todd Blanche, einem Senior Advisor für „Sensitive Information Management“. Ein hochrangiger FBI‑Beamter, der nicht namentlich genannt werden wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass solche Verzögerungen in der Vergangenheit als „administrative Vorsichtsmaßnahme“ gerechtfertigt wurden, jedoch selten über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten hinausgingen.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
In Washington äußerten mehrere Abgeordnete des House Oversight Committee Besorgnis. Sprecherin des Ausschusses, Marjorie Klein (D‑VA), erklärte, dass das Parlament „eine sofortige Klärung verlangt, um das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Rechtsstaatlichkeit zu wahren“. Gleichzeitig meldet das britische Parliamentary Digital, Culture, Media and Sport Committee, vertreten durch Sir Alistair Morrison, ein wachsendes Misstrauen gegenüber amerikanischen Behörden und fordert eine multilaterale Untersuchung.
Ein unabhängiger Rechtsanalyst, Dr. Helmut Weber von der Universität Freiburg, kommentierte, dass die langsame Freigabe „ein klassisches Beispiel für institutionelle Selbstschutz‑Mechanismen“ sei und dass „die Öffentlichkeit das Recht hat, über mögliche Verbindungen zwischen hochrangigen Politikern und den freigegebenen Dokumenten informiert zu werden“.
Ausblick
Ellie Leonard hat angekündigt, die gesammelten Unterlagen in einer Sonderausgabe ihrer nächsten Publikation zu veröffentlichen, sofern die Justizbehörden nicht bis zum 15. September 2024 ein verbindliches Zeitfenster für die Aktenfreigabe vorlegen. Unterdessen prüft ein internes Gremium des DOJ, das von Todd Blanche geleitet wird, die Möglichkeit einer “beschleunigten Veröffentlichung” im Rahmen eines neuen Transparenz‑Protokolls, das im Frühjahr 2025 in Kraft treten soll.
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