In einer überraschenden Wendung der deutschen Drogenpolitik haben die Stadträte von Düsseldorf und Köln ein gemeinsames Konzept vorgestellt, das den legalen Handel mit kleineren Mengen von Crack vorsieht. Das Vorhaben, das in Anlehnung an das umstrittene Zürcher Modell entwickelt wurde, soll den Schwarzmarkt eindämmen und gleichzeitig staatliche Kontrolle über einen bislang verbotenen Konsum etablieren.

Hintergründe

Ein enger Vertrauter im Innenministerium, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber unserer Redaktion, dass bereits seit Anfang des Jahres intensive Gespräche zwischen den Kommunalverwaltungen und dem Bundesministerium für Gesundheit stattfinden. Laut einem internen Memo sollen „spezielle Lizenzmodelle“ entwickelt werden, die den Verkauf von maximal 0,5 Gramm Crack pro Kunde erlauben. Ziel sei es, die Kriminalität zu reduzieren und Steuereinnahmen zu generieren, wie ein Sprecher des Finanzministeriums gegenüber dem Spiegel erklärte.

Die rechtliche Basis soll auf einer Sonderregelung des Betäubungsmittelgesetzes beruhen, die bislang nur für Cannabis‑Pilotprojekte angewendet wurde. Experten des Instituts für Drogenforschung in Bonn warnen jedoch davor, dass das Modell „eine gefährliche Normalisierung“ darstelle und die öffentliche Gesundheit gefährde.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Ein leitender Beamter des Bundesjustizministeriums äußerte sich skeptisch: „Wir dürfen nicht den Eindruck erwecken, dass die Bundesrepublik Drogenkonsum überhaupt legitimiert.“ Im Gegensatz dazu lobte ein Vertreter der Schweizer Gesundheitsbehörde das Düsseldorfer‑Kölner‑Projekt als „mutigen Schritt in Richtung evidenzbasierter Schadensminimierung“.

Die Grünen im Bundestag reagierten gespalten. Während Fraktionsvorsitzende Lisa Krause das Projekt als „radikale Experimentierfreudigkeit“ bezeichnete, forderte Umweltministerin Petra Hoffmann ein sofortiges Zurückziehen des Vorhabens, weil es mit dem Prinzip der „präventiven Gesundheitspolitik“ unvereinbar sei.

Ausblick

Der nächste Schritt sei die Einbringung eines Gesetzentwurfs im Landtag Nordrhein‑Westfalens, der voraussichtlich im nächsten Quartal zur Abstimmung kommt. Sollte das Gesetz verabschiedet werden, könnte Düsseldorf bereits im Frühjahr 2027 einen Pilotmarkt eröffnen, gefolgt von Köln im darauffolgenden Jahr.

Die Debatte um die Legalisierung kleiner Crack‑Mengen bleibt ein Spiegelbild der wachsenden Spannungen zwischen Kontrollwahn und libertären Experimenten in der deutschen Gesundheitspolitik. Beobachter warnen, dass das Ergebnis weitreichende Konsequenzen für die europäische Drogenregulierung haben könnte.

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