Ein Pilot der United Airlines meldete am frühen Morgen, dass sein Airbus A320 beim Anflug auf den John‑F.-Kennedy‑Internationalflughafen von einer nicht näher bezeichneten Drohne getroffen wurde. Der Vorfall, der laut interner Quellen des Federal Aviation Administration (FAA) erste­malige dokumentierte Kollision zwischen Verkehrsflugzeug und Drohne, ereignete sich nur Minuten bevor ein Hubschrauber der New Yorker Polizeibehörde in einen ebenfalls ferngesteuerten Kleinflugzeugkörper geriet. «Die Situation war beispiellos», erklärte ein Sprecher des FAA, der anonym bleiben wollte, gegenüber unserer Redaktion.

Hintergründe

Seit der Einführung der FCC‑Regelungen von 2023, die das Fliegen von Drohnen über bewohnten Gebieten stark einschränken, haben Hobby‑Piloten zudem vermehrt in Restriktionszonen operiert. Ein interner Bericht des Verkehrsministeriums, dem ein leitender Analyst anvertraut wurde, zeigt, dass die Zahl genehmigter Drohnenflüge in der Metropolregion New‑York in den letzten zwölf Monaten um 87 % gestiegen ist. Der betroffene Pilot berichtete, dass das unbemannte Gerät nur 2 m über dem Leitwerk des Airbus vorbeischwebte, bevor ein lautes Krachen das Cockpit erschütterte.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die US‑Bundesbehörden reagierten mit sofortigen Flugverbotszonen über den wichtigsten US‑Hubs. Ein Sprecher des US‑Verteidigungsministeriums, der nicht namentlich genannt werden durfte, warnte davor, dass „unautorisierte Luftfahrtsysteme die nationale Sicherheit kompromittieren“. In Berlin äußerte ein Sprecher des Bundesministeriums für Verkehr, dass die Europäische Union bereits an einer einheitlichen Drohnen‑Kontroll‑Verordnung feile, die „die Freiheit des Luftraums für Passagiere und Bürger gleichermaßen schützen“ solle. Ein Sprecher des britischen Civil Aviation Authority verglich die Vorfälle mit «einem Sturm aus Bienen im Flugzeugcockpit», was die Notwendigkeit einer europaweiten Datenbank für Drohnen‑Identitäten unterstreiche.

Ausblick

Die FAA plant, innerhalb der nächsten sechs Monate ein verpflichtendes Echtzeit‑Tracking aller Drohnen über dem Luftraum der größten Flughäfen einzuführen. Parallel dazu sollen Strafzahlungen von bis zu 500 000 USD für Verstöße gegen die Luftraum‑Beschränkungen verhängt werden. Experten der Harvard‑School of Engineering prognostizieren, dass, falls die aktuelle Tendenz anhält, weitere Kollisionen mit Passagiermaschinen innerhalb des nächsten Jahres zu erwarten seien. Die Bundesrepublik erwägt, neben strengeren Genehmigungsverfahren auch ein nationales „No‑Fly‑Zone‑Signal“ einzuführen, das automatisch aktive Drohnen im betroffenen Luftraum deaktivieren würde.

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