Ein bislang weitgehend unbekannter Fall von angeblichem Kunstraub wirft ein neues Licht auf das zukünftige Ermittlungsverfahren des Justizministeriums (DOJ). Laut mehreren internen Dokumenten, die dieser Redaktion vorliegen, soll das DOJ bewusst Details über einen Hinweisgeber unterdrückt haben, der behauptet, seine Gemälde seien durch Jeffrey Epstein und dessen Umfeld entwendet worden.

Hintergründe

Die Quelle, ein anonymer Hinweisgeber, berichtet, dass er in den 2010er‑Jahren Bilder kreierte, darunter das umstrittene Werk „Parsing Bill“, das den ehemaligen US‑Präsidenten Bill Clinton in einem blauen Kleid darstellt. Laut den vorliegenden Memos habe das DOJ nach ersten Anfragen die Zeugenbefragungen eingestellt und wichtige Passagen aus den internen Berichten später rot markiert.

Ein Beamter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass das Kunstwerk im Rahmen einer privaten Auktion für mehrere Millionen Dollar angeboten worden sei. Gleichzeitig soll das DOJ seitens seiner Rechtsabteilung eine „strategische Kommunikationsentscheidung“ getroffen haben, um potenzielle diplomatische Spannungen zu vermeiden.

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Ein hochrangiger FBI‑Beamter, der nicht namentlich genannt werden wollte, bestätigte, dass die Behörde Kenntnis von den Vorwürfen habe, jedoch „keine ausreichenden Beweise für ein strafrechtlich verwertbares Delikt“ vorlägen. In Brüssel äußerte ein Sprecher des Europäischen Parlaments Bedenken hinsichtlich möglicher Verstöße gegen internationale Kunsthandelsnormen, während ein Vertreter des serbischen Außenministeriums erklärte, dass „keine offiziellen Verbindungen zu den in den Dokumenten genannten Personen bestehen“.

Die österreichische Staatsanwaltschaft kommentierte, dass der Fall „im Kontext breiterer Untersuchungen zu Finanzströmen und Kunsthandel“ zu prüfen sei und mögliche Kooperationen mit US‑Behörden prüfe.

Ausblick

Die Redaktion erwartet, dass in den kommenden Wochen weitere Unterlagen an das nationale Informationsfreiheitsgesetz (IFG) übermittelt werden. Experten gehen davon aus, dass das DOJ, unter Druck von Aufsichtsbehörden und Medien, gezwungen sein könnte, eine umfassende Dokumentation der internen Entscheidungsprozesse zu veröffentlichen.

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