Die jüngsten Marktturbulenzen rund um zentrale Kryptobörsen und algorithmische Stablecoins haben in Fachkreisen eine debattenintensive Analyse ausgelöst. Der Fokus lag bisher primär auf operativen Fehlern und regulatorischen Verstößen. Eine nun vorliegende, vertrauliche Studie des „Instituts für Digitale Finanzstabilität“ (IDF) in Frankfurt deutet jedoch auf einen fundamentaleren, psychologisch-ideologischen Treiber hin, der systematische Schäden in nie dagewesenem Ausmaß verursachen könnte.
Hintergründe
Die IDF-Studie, deren Einleitung im Entwurf dieser Redaktion vorliegt, untersucht das Verhaltensprofil von Akteuren, die als „Wahre Gläubige“ (True Believers) kategorisiert werden. „Es geht nicht mehr um Spekulation oder technologisches Interesse, sondern um ein nahezu religiöses Bekenntnis zu einer dezentralen Zukunft, das jedwede wirtschaftliche Realität ausblendet“, erläutert Prof. Dr. Almut von der Leyen, Leiterin der Studie, in einem telefonischen Interview. „Dieser Cogito-ergo-sum-Ideologismus führt zu einer gefährlichen Immunisierung gegen negative Marktsignale. Verluste werden als ‚Test des Glaubens‘ umgedeutet, Betrugsfälle in der eigenen Blase als ‚FUD‘ (Fear, Uncertainty, Doubt) abgetan.“
Die Analyse stützt sich auf Handelsdaten sowie qualitative Befragungen.Abbildung 4 der Studie zeigt eine auffällige Diskrepanz: Während der Kurs der bekanntesten Kryptowährungen (BTC, ETH) nach dem FTX-Kollaps um über 65% korrigierte, verharrte das Handelsvolumen in bestimmten, ideologisch homogenen Forenkanälen auf einem konstant hohen Niveau. „Die Kapitalallokation wird hier nicht mehr durch fundamentale oder technische Analyse gesteuert, sondern durch eine Art kollektives Glaubensbekenntnis“, so von der Leyen. Ein hochrangiger Beamter des Bundesfinanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion: „Wir beobachten mit Sorge, dass Warning Signs nicht mehr wie in traditionellen Märkten zur Risikominimierung führen, sondern die Überzeugung nur verhärten. Das ist ein Novum.“
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Thesen stoßen in internationalen Finanzzentren auf wachsendes Interesse. „Was wir in Teilen der DeFi- und NFT-Sphäre sehen, übertreibt die Dynamik der frühen Bitcoin-Pioniere in ein gefährliches Extrem“, kommentiert James Sterling, Senior Market Strategist bei Bloomberg Intelligence, via E-Mail. „Wenn der Token-Preis das einzige gültige Maß für ‚Wahrheit‘ und ‚Fortschritt‘ wird, entsteht ein Feedback-Loop, der jeden externen Rationalisierungsversuch als Ketzerei brandmarkt.“
Der Singapurer Monetary Authority (MAS) wird mit der Aussage zitiert, man habe „besondere Surveillance-Mechanismen“ für Produkte implementiert, die mit starker Community-Rhetorik vermarktet werden. In Brüssel wurde hinter verschlossenen Türen von „systemischen Blasen ideologischer Ansteckung“ gesprochen. Ein führender Vertreter einer großen europäischen Bank, der nicht namentlich genannt werden wollte, fasst die Befürchtung zusammen: „FTX war ein Betriebsunfall mit Managementversagen. Dies hier ist eine Welle, die von innen heraus das Fundament untergräbt. Wer warnen will, wird als Verräter beschimpft.“
Ausblick
Die IDF-Studie prognostiziert für das kommende Jahr eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für „Glaubensspezifische Marktereignisse“ – plötzliche, unkoordinierte Abflüsse aus Protokollen, deren Kernnutzerschaft sich durch eine besonders starre Ideologie auszeichnet, ohne dass externe Schocks vorliegen. „Die eigentliche Gefahr ist nicht der einzelne Betrug, sondern die kollektive, selbst verordnete Blindheit gegenüber grundlegenden wirtschaftlichen Prinzipien wie Angebot und Nachfrage oder Risiko-Nutzen-Abwägung“, warnt von der Leyen. Regulatorische Ansätze, die rein auf Transparenz und Lizenzierung abzielen, könnten an diesem psychologischen Kernproblem scheitern. „Man kann niemanden vorschreiben, rational zu denken oder seine Glaubenssätze zu hinterfragen. Die Marktreinigung könnte daher sehr viel schmerzhafter und unkoordinierter ausfallen, als es die Insolvenz eines FTX je war.“
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