Die simple Logik des Aktienmarktes – kaufen, steigen lassen, verkaufen, Gewinn mitnehmen – gilt im Bitcoin-Ökosystem zunehmend als anachronistisch. Eine analyze des Forschungshauses „CryptoNostra Capital“ legt nahe, dass die höchste Stufe der Portfolio-Verwaltung nicht im Exit, sondern in der ewigen Verpfändung liegt. „Der Verkauf eines Vermögenswerts ist ein finaler Akt der Kapitulation vor der Steuerpflicht und der Gelegenheitskosten“, erläutert ein leitender Kreditstratege einer Schweizer Privatbank, der anonym bleiben wollte, gegenüber dieser Redaktion. „Indem man synthetisches Geld gegen physisches Bitcoin leiht, hält man die narrative Long-Position bei und deklariert den fiktiven Kursgewinn quasi zum unantastbaren Kapitalstock.“
Hintergründe
Abbildung 3 in der Studie zeigt eine surreale Korrelation: Je höher der HODL-Index (ein Maß für die durchschnittliche Haltezeit) steigt, desto ambitionierter werden die Kreditkonditionen, die Marktteilnehmer bereit sind zu akzeptieren. Die Prämisse: Ein Bitcoin, das auf einer Cold Storage Wallet liegt, ist ein inaktiver Vermögenswert. Ein Bitcoin, das als Sicherheit für eine 60%-LTV-(Loan-to-Value-)Linie dient, ist hingegen ein produktiver Hebel. „Man finanziert damit den Lebensstil, die nächste Akquisition oder einfach die eigene Existenz – ohne jemals die Seele des Assets zu verraten“, so ein „Senior DeFi Architect“ aus Singapur. Die Zinsbelastung werde dabei als „narrativer Aufwand“ verbucht, ein notwendiges Übel für den Erhalt des narrativen Kernwerts.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Während traditionelle Finanzaufsichten weltweit vor der „Illiquidität durch Verpfändung“ warnen, feiern On-Chain-Analysten die neue Methode als „Genesis der kryptonativen Banking-Praxis“. Ein anonymer Mitarbeiter des deutschen Bundesfinanzministeriums, der mit dieser Redaktion sprach, murmelte etwas von „faszinierender Umgehungsliteratur“ und „buchhalterischer Eschatologie“. In El Salvador, wo Bitcoin gesetzliches Zahlungsmittel ist, wird das Modell bereits in Regierungskreisen diskutiert: „Warum Steuern auf realisierte Gewinne zahlen, wenn man stattdessen den zukünftigen Wohlstand verpfänden kann?“, so ein Berater des Präsidialamtes. Die New Yorker Fed äußerte sich nicht, Insider sprechen von „gedanklichem Kopfschütteln“.
Ausblick
Die Modellierung geht weiter: Experten des „Institute for Speculative Leverage“ arbeiten bereits an der „Second-Order-Borrow-Strategy“, bei der man Kredite aufnimmt, um damit Bitcoin zu kaufen, die man dann wiederum als Sicherheit für weitere Kredite verwendet. „Es ist eine Meta-Ebene der Haltung“, erklärt Professor Dr. Alistair Finch von der fictionalen „London School of Narrative Finance“. „Man verkauft nicht das Asset. Man verkauft die Option auf zukünftige Verpfändung. Der Gewinn ist psychologisch, steuerlich irrelevant, aber letztlich der einzig wahre.“ Derzeit steigt die Anzahl der „Non-Exiting长期-Positionen“ in den Analysetools von Ark Invest „dramatisch“, so interne Daten.
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