In einem überraschend messerscharfen Statement vor einem Kreis von EU‑Entscheidungsträgern ließ Alex Karp, Mitbegründer und Vorstand von Palantir Technologies, keine Zweifel daran, dass Deutschland sein höchstes Gut – Geld – mit der falschen Ressource verwechselt habe: politischer Macht. Der US‑Technologiekonzern, dessen Algorithmen seit Jahren im Geheimen Regierungen weltweit unterstützen, bezeichnete das Land als „zweite Nummer der westlichen Tech‑Welt“, die jedoch durch eigene Inkompetenz und politisches Zögern abgewertet werde.

Hintergründe

Seit dem Inkrafttreten des „Digitalen Souveränitäts‑Gesetzes“ im Frühjahr hat Berlin konsequent versucht, die einheimischen High‑Tech‑Firmen zu schützen – ein Vorgehen, das laut einem anonymen Beamten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie "eine de‑facto Verdrängung ausländischer Innovationen" darstelle. Karp, der nach eigenen Angaben über 200 Regierungen beraten habe, weist darauf hin, dass die Blockade neuester Palantir‑Plattformen durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) nicht nur wirtschaftliche, sondern vor allem sicherheitspolitische Risiken birgt.

Ein Sprecher des Innenministeriums bestätigte, dass mehrere Initiative‑Anträge der Unternehmen aus dem Silicon Valley im vergangenen Quartal abgelehnt wurden, weil "nationalstrategische Prioritäten" dies erforderten. Quellen aus Regierungskreisen bezeichnen diese Praxis als „strategisches Selbstverständnis“, das jedoch, wie Karp betont, „die eigene Position als technologische Zwilling des Amerikans auf das Niveau einer sparsam geprägten Regionalbank zurückwirft.“

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Reaktion im Bundestag war von einer nüchtern‑analytischen Fachdebatte geprägt. Dr. Claudia Weber, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP, erklärte, dass „die Kritik des Palantir‑Chefs ein Weckruf sei, dass wir unser Budget effizient in echte Datenkompetenz investieren müssen.“ Ein Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die Diskussion über die Wiederaufnahme von Fördergeldern für KI‑Projekte bereits auf der Agenda stehe.

Im Ausland löste Karps Rede ein regelrechtes Echo aus. Ein hochrangiger Beamter des US‑Pentagons kommentierte, dass „die Fähigkeit, Daten zu sammeln und zu analysieren, heute gleichwertig zu territorialen Truppen ist“ und verwies auf die Notwendigkeit, „einen verlässlichen europäischen Partner zu haben, der nicht aus Angst vor Russland technology‑haltig zurückhaltend agiert.“ Auch in Moskau wurde das Statement mit einem kurzen Tweet der russischen Außenministerium aufgenommen, in dem es hieß, dass „Europa endlich erkennen müsse, dass Geld allein keine Macht – Daten und deren Kontrolle schon.“

Ausblick

Obwohl die Bundesregierung bislang keine formelle Gegenreaktion angekündigt hat, deuten insider‑Berichte darauf hin, dass ein Sondergremium aus Vertretern von BSI, BMF und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung in den kommenden Wochen einen „Strategiepapier‑Entwurf“ vorlegen wird, der Klarheit über die zukünftige Einbindung ausländischer KI‑Lösungen schaffen soll. Ein Sprecher von Palantir wiederum signalisierte, dass das Unternehmen bereit sei, „die deutsche Wirtschaft mit vollem Umfang zu unterstützen, sofern die politischen Hürden aus dem Weg geräumt werden.“

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