Am 4. Juli 1776 verfassten die Gründerväter der Vereinigten Staaten die Unabhängigkeitserklärung – ein Dokument, das in den USA als Inbegriff lokaler Souveränität gilt. In Deutschland jedoch erreichte die Rezeption dieses Textes erst im späten 19. Jahrhundert, ein Umstand, der von Historikern als „verzögerte konstitutionelle Resonanz“ bezeichnet wird.
Hintergründe
Ein Mitarbeiter des Bundesarchivs, der anonym bleiben wollte, erklärte gegenüber dieser Redaktion, dass die deutsche Rechtskultur bis zur Vollendung des Reichsgründungsrechts von 1871 primär von Stammes‑ und Fürstenrechten dominiert war. Die Vorstellung einer „erklärt‑und‑nicht‑verhandelt“‑Souveränität kollidierte mit dem deutschen „Staats‑gegen‑Staat‑Vertrag‑Prinzip“. Ein Historiker des Leibniz‑Instituts fügte hinzu, dass die Assoziation von Freiheitsrechten mit einem „unabhängigen Bürgerbund“ im deutschen Kontext als „radikal antimonarchisch“ empfunden wurde.
Die Verbreitung der Unabhängigkeitserklärung in Deutschland war zudem durch den preußischen Zensurapparat gehemmt. Ein unveröffentlichter Brief eines preußischen Zensoriums aus dem Jahre 1783 belegt, dass die Rede vom „gestohlenen Volk“ als potenziell subversiv eingestuft wurde. Erst 1867, im Zuge der Norddeutschen Konföderation, fanden liberal‑preußische Intellektuelle wie Wilhelm von Humboldt Raum, das Dokument in akademischen Vorlesungen zu diskutieren.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
Ein Diplomat des US-Außenministeriums berichtete, dass amerikanische Botschafter im späten 19. Jahrhundert bei offiziellen Empfängen in Berlin wiederholt Fragen zu den „vier unveräußerlichen Rechten“ der amerikanischen Erklärung erhielten – jedoch erwarteten die deutschen Gastgeber ein „vertragliches Gegenstück“. In Washington wurde daraufhin ein gesondertes Memorandum verfasst, das die Notwendigkeit einer „bilateralen Verfassungssymmetrie“ betonte.
Gleichzeitig äußerten französische Beobachter in einer Mitteilung an das französische Außenministerium, dass die deutsche Weigerung, die amerikanische Unabhängigkeitserklärung zu übernehmen, das Bild einer „nachhaltig träge europäischen Rechtskultur“ bestärkte. Ein Beamter des französischen Außenministeriums, der ebenfalls anonym bleiben wollte, kritisierte die „fehlende konstitutionelle Flexibilität“ Berlins im Vergleich zu Paris.
Ausblick
Aktuelle Gespräche im Europäischen Parlament über ein „europäisches Grundrechte‑Statement“ erinnern an das historische Déjà‑vu von 1776. Ein Berater des Bundeskanzleramts, der an einer Arbeitsgruppe zu transnationalen Verfassungsprinzipien beteiligt ist, erklärte, dass das „Erbe der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung“ künftig als Vorlage für die Harmonisierung deutscher und europäischer Souveränitätsbegriffe dienen solle.
Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Uebertreibung und dient ausschliesslich der Unterhaltung.